Logistik-Events

2. Logistics Innovation Day greift Digitalisierung auf

| Redakteur: Bernd Maienschein

Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt (FHWS, l.) und Markus Ziegler, Geschäftsbereichsleiter von Pakadoo und Mitglied der Geschäfstleitung der LGI Logistics Group International.
Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt (FHWS, l.) und Markus Ziegler, Geschäftsbereichsleiter von Pakadoo und Mitglied der Geschäfstleitung der LGI Logistics Group International. (Bild: IAL)

Zum 2. Logistics Innovation Day hatten das Institut für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) und das Unternehmen Pakadoo nach Waghäusel bei Karlsruhe eingeladen. Rund 60 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Thema war unter anderem die Digitalisierung mit dem Ziel, das eigene Kerngeschäft radikal zu hinterfragen und – bei Bedarf – umzustrukturieren.

In seinem einführenden Vortrag „Innovationen in der Logistik – mit Plan zum Erfolg?“ ging Prof. Dr. Ulrich Müller-Steinfahrt von der FHWS auf die Bedeutung von Neuerungen ein. Die Zeit müsse reif sein für Innovationen, ohne marktseitige Anwendungen blieben sie auf dem Status, nur eine Erfindung zu sein.

Hier sei noch sehr viel Raum für Entwicklungen: Im Transportgewerbe würden lediglich 2,2 % des Umsatzes für Innovationsprojekte ausgegeben, nur 10 % des Umsatzes würden mit Proudktneuheiten erwirtschaftet. Ein Großteil der Logistikdienstleister, Industrie- und Handelsunternehmen gäben weniger als 2,5 % für Innovationsaktivitäten aus. 94 % der Unternehmen im Transportgewerbe hätten im Jahr 2015 keine Forschungs-und-Entwicklungs-(F&E-)Aktivitäten durchgeführt, verschwindende 2 % der Firmen betrieben F&E kontinuierlich.

Cyberphysische System setzen sich durch

In seinem Vortrag „Logistikinnovationen in der Intralogistik – Enabler für die ,Digitale Logistik‘“ sah Benedikt Gräter, Digital Strategist bei der LGI Logistics Group International, die Innovationsabteilung im Unternehmen als zentrale Anlaufstelle für eine optimale Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und internen Abteilungen. Neue Ideen, digitale Geschäftsmodelle, Angebote sowie Technologien seien gefragt, um den Innovationsgedanken via LGI University in der Community sowie in der Nachwuchsarbeit zu integrieren.

Dominic Decker von SEW-Eurodrive zeigte in der „Sm@rt Factory – Das SEW-Konzept zu Industrie“ für das Jahrzehnt von 2010 bis 2020 neue Richtungen auf. Es würden sich cyberphysische Systeme in einer „Sm@rt Factory“ durchsetzen, mit vernetzter Produktion und autonomen Systemen.

Digitalisierung fördert Dynamik für neue Geschäftsmodelle

Intelligente Fabriken würden sich auszeichnen mit einer Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie der Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozessen. Zu den „hard facts“ zählten hierbei die Reduzierung von Vorgabe- und Gesamtdurchlaufzeiten, von Kapazitätserweiterungen sowie Flächenreduktionen, während sich im Bereich der „soft facts“ das One-Piece-Flow-Prinzip sowie das Best-Point-Prinzip durchsetze, eine flexible Mitarbeitereinplanung möglich sei und stabile Prozesse trotz zunehmender Variantenvielfalt gewährleistet werden könnten.

Müller-Steinfahrts Resümee: Es gibt faszinierende Ideen und Ansätze im Bereich der Logistik. Mit der Digitalisierung werde sich weiter ein tief greifender Wandel in der Logistik vollziehen und die Dynamik für neue Geschäftsmodelle und Start-ups noch weiter anhalten.

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