CAD/CAM - aber mit der richtigen Strategie!
27.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Die Hersteller von CAD/CAM-Systemen werden in immer kürzeren Abständen mit neuen Entwicklungen im Bereich der Werkzeugmaschinentechnik, der Schneidstofftechnik und der Zerspanungstechnik im Allgemeinen konfrontiert. Ein Wirtschaftsstandort, der sich auf qualitativ hochwertige Produkte konzentriert und der die Fertigungsprozesse permanent optimiert, veranlasst auch die CAD/CAM-Hersteller zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Lösungen
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Kleinere Stückzahlen bei den Fertigungsteilen, sowie die geforderte Flexibilität, bezogen auf das Teilespektrum, bringen immer wieder neue Bearbeitungstechnologien hervor. Werkzeugmaschinenhersteller und Werkzeuglieferanten stehen hierzu in einem regen Wettkampf um die neuesten Innovationen in ihrem Bereich. Der klassische Formenbau hatte es vor einigen Jahren vorgemacht. Die funkenerosive Bearbeitung zur Herstellung von Formwerkzeugen wurde zu einem sehr grossen Teil durch eine damals neuartige Frästechnologie, dem Hochgeschwindigkeitsfräsen (HSC), abgelöst. Die Fräsmaschinen- und die Werkzeughersteller hatten mit ihren neuen Möglichkeiten, beispielsweise Direktantriebe für sehr hohe Drehzahlen an den Arbeitsspindeln, Schrumpfaufnahmen und neuartige Schneidstofflegierungen usw., eine echte Alternative zu der sehr zeitaufwendigen Erodierbearbeitung geschaffen. Natürlich waren auch die CAD/CAM-Hersteller gefordert, um diese neue Frästechnologie mit optimierten Werkzeugweg-Berechnungsalgorithmen bestmöglich zu unterstützen.
Trends in der Zerspanung
Welche Innovationen in der Metallzerspanung zeichnen sich also heute ab? Im Maschinenbau ist eindeutig zu erkennen, dass die Unternehmen bei Neuinvestitionen im Maschinenumfeld immer mehr auf universell einsetzbare Werkzeugmaschinen setzen. Dreh-Fräs-Kombinationen sind heute mit Sicherheit eine sehr interessante Option für die Zerspanungsbetriebe. Die Arbeitsgänge Drehen und Fräsen werden zusammengefasst und optimieren dadurch den Fertigungsprozess, indem eine zweite Spannung des Bauteils häufig entfällt. Nebenbei können diese Maschinen sowohl für Drehteile, als auch für kubische Frästeile verwendet werden. Dies ist betriebswirtschaftlich natürlich sehr interessant, weil dadurch die Maschinenauslastung unabhängig vom Teilespektrum betrachtet werden kann. Programmiertechnisch stellen diese Werkzeugmaschinen eine grosse Herausforderung für die Anwender dar.
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Die Komplexität von mehreren synchron laufenden Bearbeitungsachsen, sowie der Einsatz von kombinierten Positionierachsen machen ein CAD/CAM-System unumgänglich. CAD/CAM-Systeme, die für sich das Prädikat «qualitativ hochwertig» in Anspruch nehmen, setzen auf eine breite Vielfalt von Berechnungsalgorithmen zur Ermittlung der Werkzeugwege. Jede technologische Einschränkung durch das CAD/CAM-System würde die Wirtschaftlichkeit einer komplexen Werkzeugmaschine schmälern. Daraus ergibt sich eine sehr interessante Konstellation: «Die Maschine würde, wenn das CAD/CAM-System könnte!»
Um die Leistungsfähigkeit einer modernen Bearbeitungsmaschine voll ausschöpfen zu können, ist unbedingt darauf zu achten, dass das CAD/CAM-System mit den Möglichkeiten der Maschine und dem Zerspanungs-Know-how des Unternehmens, bzw. des Anwenders in Einklang gebracht wird. Das bedeutet, dass wahrscheinlich viele CAD/CAM-Systeme ein lauffähiges NC-Programm generieren können, aber die Wirtschaftlichkeit (Laufzeit, Werkzeugstandzeit usw.) nicht immer im Vordergrund steht.
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