Kleinst-Kugelgewindetrieb auf dem Weg zur Serie

 

15.06.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Am Anfang stand die Forderung nach noch kleineren Kugelgewindetrieben - vor allem die Medizintechnik und die Optik verlangten dies. Die Entwickler der Eichenberger Gewinde AG machten sich daran, die Fertigungsprobleme beim Rollen (Kaltverformen) kleinster Durchmesser grundsätzlich zu lösen, was auch hinsichtlich der Stabilitätsprobleme in relativ kurzer Zeit gelang.


Der Vergleich mit einem Streichholz zeigt die filigrane Technik des gerollten Kugel­gewindetriebes Durchmesser 4 x 1. Kernstück ist das Innengewinde der Mutter.
Die Kugelgewindespindel 4 x 1 (Durchmesser 4 mm/Steigung 1 mm) eröffnete bereits als Prototyp eine neue Preisdimension. Der Schwerpunkt der fast einjährigen Entwicklung lag jedoch im Erarbeiten des erforderlichen Fertigungs-Know-how, um zur Serienreife zu gelangen. Ziel war, diese Bewegungskomponente auch für «normale» Anwendungen erschwinglich zu machen und die bislang eingesetzten geschliffenen Versionen zu ersetzen. Dazu stehen bei einer Vielzahl von Kunden seit Längerem Prototypen im Einsatz, die viel versprechende Ergebnisse zeitigen.
Nun ist der Kugelgewindetrieb 4 x 1 im Bereich der grossen Stückzahlen angekommen. Vorhandene Herstellungsprozesse wurden für die Miniausführung so angepasst und verfeinert, dass die Serienfertigung angegangen werden konnte.

Fertigung als Knacknuss


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In der Folge ist Eichenberger nun in der Lage, auch Kleinst-Kugelgewindetriebe von der Einzelkomponente bis hin zu Serien von mehreren 10000 Stück zu fertigen. Auf dem Weg zur Grossserie stellte sich der automatisierte Herstellungsprozess als Knacknuss heraus. Die Grenzen setzten dabei weniger Material oder Werkzeug; es war schlicht und einfach die Kleinheit des filigranen Teiles mit Durchmesser 4 mm und der Steigung 1 mm, die es galt, fertigungstechnisch in den Griff zu bekommen. Natürlich wurden die Verfahren der grösseren Abmessungen (zum Beispiel Ø 10 x 2) und deren Know-how zu Grunde gelegt. Doch merkte man bald, dass eine lediglich lineare Verkleinerung zu keinem Ergebnis führte. Sowohl seitens der Werkzeuge wie auch der Maschinen waren einige Probleme zu lösen. Dies gelang oft erst mit völlig neuen Konstruktionen und Verfahren.
Doch nach diesem Miniaturisierungsprozess erfüllen nun auch die Serienteile der Baugrösse 4 x 1 alle Qualitätsmerkmale und ergänzen die Familie der kleinen Kugelgewindespindeln, die nun vom Durchmesser 6 über die 5-mm-Spindel bis zum Durchmesser 4 mm reicht.
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