Akademische Praxisrelevanz: Medical Cluster Awards 2010

 

08.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Erstmals wurden in diesem Jahr gleich drei MEDICAL CLUSTER AWARDS für herausragende Abschlüsse im Bereich der Medizintechnik an der Universität Bern respektive an der Berner Fachhochschule verliehen.


Der Präsident des Medical Clusters, PD DR. Rubino Mordasini (li.) gratuliert Markus Büttler zum Award-Gewinn, Prüfungsleiter Prof. Alex Zbinden (re. aussen).
Als national tätige Vereinigung von Unternehmen in der Medizintechnik setzt sich der Medical Cluster unter anderem auch für die Nachwuchsförderung und Motivierung von Medizintechnik-Fachkräften ein. Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils nur eine akademische Arbeit ausgelobt wurde, wurden 2010 nun erstmals drei Medical Cluster Awards für herausragende Abschlüsse im Bereich der Medizintechnik verliehen.

Studie: Durchschneiden des Hüftkopfes

Den Auftakt der Awardvergaben bildete die feierliche Diplomverleihung der Berner Fachhochschule (BFH) am 11. Mai im Stade de Suisse, wo Medical Cluster Präsident PD Dr. Rubino Mordasini den begehrten MC Würfel aus laserbearbeitetem Glas persönlich überreichte. BFH-Preisträger Markus Büttler beschäftigte sich in seiner Master These in Medical Technology Management an der Berner Fachhochschule mit Komplikationen bei Oberschenkelbrüchen. Die Auszeichnung erhielt er dafür, dass die Ergebnisse der Studie eine klare Empfehlung enthalten für die optimale Versorgung von Patienten nach einem Cut-out der PFNA- Klinge.

Bilder zum Beitrag
Vor allem ältere, weibliche Patienten mit Osteoporose weisen nach einem Sturz ein erhöhtes Risiko für eine Oberschenkelfraktur auf. Vor diesem Hintergrund hat die Firma Synthes zur operativen Behandlung dieser Frakturen den Proximalen Femurnagel Antirotation (PFNA) entwickelt. Die Versorgung mit einem PFNA erzielt heutzutage sehr gute klinische Ergebnisse. Eine schwerwiegende Komplikation ist allerdings das Durchschneiden der PFNA-Klinge durch den Hüftkopf, das sogenannte Cut-out.
Fast alle Patienten müssen sich nach einem Cut-out einer Reoperation unterziehen. Als Nachbehandlung in Frage kommen sowohl ein schonendes Osteosyntheseverfahren (operative Knochenbruchbehandlung) als auch eine prothetische Versorgung (Gelenkersatz). Das Ziel dieser Arbeit war die Anzahl der Komplikationen, die Ursache sowie die Art der Nachbehandlung der Patienten mit einem Cut-out zu bestimmen.
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