Komplexe Fertigteile direkt von der Maschine
08.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Über die Notwendigkeit der konsequenten Fertigungs-Automatisierung lässt sich heutzutage eigentlich nicht mehr streiten. Über die Wege dahin aber schon. Während die einen sagen, dass z.B. die Fertigungs-Automatisierung per Roboter zu schwierig und zu teuer ist, setzen andere wiederum ganz bewusst auf einen maximalen Automatisierungsgrad. Der Einwand, dass sich Automation nur für die Stückzahl-Produktion eignet und dass der Programmieraufwand für Kleinserien oder sogar Einzelteile zu hoch ist, ist heute nicht mehr berechtigt.
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Den besten Beweis für eine wirtschaftliche, flexible und automatisierte Teilefertigung liefert der international tätige Hersteller der HB-Therm-Temperiertechnik, die Grossenbacher Apparatebau AG aus St.Gallen.
Das 1967 gegründete KMU befasste sich zunächst mit Motoren- und Transformatorenwicklung, Schaltanlagenbau, mechanischer Fertigung und Blechbearbeitung für die damalige Grossenbacher-Gruppe. 1980 erfolgte mit dem Kauf des Temperiergeräte-Herstellers HB-Therm die Diversifikation in einen neuen Geschäftsbereich. 1997 wurde Grossenbacher Apparatebau im Rahmen eines «Management-Buy-out» vom heutigen CEO Hans Peter Zürcher übernommen und ab 2002 fokussierte er auf die beiden Geschäftsbereiche HB-Therm-Temperiertechnik und Instandhaltung/Automatisierung.
Das nunmehr 43 Jahre alte Unternehmen beschäftigt aktuell über 80 Mitarbeiter/-innen, davon acht Auszubildende, und erzielte 2008 einen Umsatz von rund 20 Mio. ?. Die Temperiergeräte von HB-Therm kommen vor allem mit den Spritzgiessmaschinen aller namhaften Hersteller zum Einsatz und spielen für die hochwertige Spritzgiessteile-Produktion eine wesentliche Rolle. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen der Spritzgiessmaschinen-Anbieter wie der Anwender, weshalb die Themen Leistungsfähigkeit, Qualität und Zuverlässigkeit bei HB-Therm buchstäblich im Vordergrund stehen.
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Neues Konzept bringt neue Möglichkeiten
Hans Peter Zürcher führt dazu aus: «Wir sehen uns als einer der Technologieführer und sind stets darauf bedacht, den technischen Vorsprung zu halten bzw. auszubauen. Aus diesem Grund haben wir im 2008 in fünfter Generation eine neue Temperiergeräte-Serie entwickelt, die sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit bei sehr kompakter Bauweise auszeichnet. Dank einem kreativen Konzept und einer pfiffigen Konstruktion ist es uns am Ende gelungen, die so genannten Hydraulikmodule als funktionsintegrierte Einheiten aus nur noch einem Messing-Warmpressteil herzustellen, während wir solche Baugruppen früher aus verschiedenen Komponenten aus Messing-Vollmaterial produzierten.»
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