Kunststoff-Gelenkbau­kasten für Lowcost-Roboter

 

08.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Die bereits vor einem Jahr vorgestellten neuartigen Mehrachsgelenke für humanoide Roboter und Leichtbau-Automation werden jetzt inklusive Sensorik angeboten. Der Kunststofftechnik-Spezialist und Hersteller von Energieführungssystemen Igus verknüpft dabei seine Kompetenz in Hochleistungspolymeren mit intelligenter Steuerungstechnik. Das Ergebnis heisst «Robolink», ein Gelenkbaukasten für Lowcost-Roboter.


Für beide Achsen (Schwenken und Drehen) gibt es jetzt integrierte Magnetsensoren zur Winkelpositionsmessung. Damit wird möglich, den Roboterarm positionsgenau anzusteuern sowie die Bewegung des Armes einfach zu teachen.
Der Robolink-Gelenkbaukasten ermöglicht auf einfache Art viele gestalterische Freiheitsgrade eines Systems. Entwicklungsziel war, die bewegten Massen so gering wie möglich zu halten. Dazu sind die Antriebe und das Steuerungsmodul vom Bewegungsmechanismus und den Werkzeugen (z.B. Greifer, Hände, Saugnäpfe) entkoppelt.
Herzstück des Baukastens bilden die leichten, wartungs- und korrosionsfreien Gelenke aus Tribo-Kunststoff, die frei rotieren und schwenken können. Sie lassen sich über Seilzüge wahlweise elektrisch, pneumatisch oder auch intuitiv von Hand steuern und regeln. Frank Blase, Geschäftsführer von Igus erklärt dazu: «Die Elastizität, die Leichtigkeit und die Möglichkeit des zentralen Antriebs sind eine echte Neuheit auf dem Gebiet der Lowcost-Robotik».

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Auf der Automatica 2010 hat das Unternehmen nun auch elastische Arme vorgestellt, in die zur Winkelpositionsmessung der Gelenke Magnetsensoren integriert sind. Damit lassen sich Funktionen an einem Leichtbauroboter sofort teachen, ohne dass ein Programm geschrieben werden muss. Egal, in welcher Stellung sich das Gelenk gerade befindet, jederzeit kann schnell und präzise eine neue Position angefahren werden.
Auch auf mechanischer Seite gibt es Neuerungen. Die Führung der Seilzüge, über welche die Mehrachsgelenke bewegt werden, wurde verschleisstechnisch weiterentwickelt. Hinzu kommen neue Materialien für die Arme, je nach Anwendungsfall entweder Kohlefaser, Glasfaser oder Aluminium. Mit diesen Leichtbau-Gelenken eröffnet sich dem Robotik-Entwickler nun die Möglichkeit, Anwendungen zu realisieren, die das magische Ziel eines Last-zu-Eigengewicht-Verhältnisses von 1:1 erreichen oder sogar unterschreiten.
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