Roboter für die hochautomatisierte Produktion
08.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Jeder braucht sie hoffentlich täglich - doch kaum jemand weiss, wie viel Innovation und Automation hinter einer Zahnbürste steckt. Um auf dem hart umkämpften Weltmarkt konkurrenzfähig zu sein, setzt die Schweizer Marktführerin Trisa auf eine hoch automatisierte Produktion. Dabei helfen etliche ABB-Roboter tatkräftig mit, in Fertigungsprozessen genauso wie bei Handlingaufgaben in der Endverpackung.
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In den grossen, hellen Produktionshallen von Trisa herrscht rege Geschäftigkeit. Hoch automatisierte Anlagen sind dabei, im Spritzgussverfahren Zahnbürstengriffe in verschiedensten Farben und Kombinationen herzustellen. In einer anderen Halle werden Borsten wie mit einer Nähmaschine in den Bürstenkopf gestanzt, geschliffen und abgerundet. Ein paar Mitarbeiterinnen überwachen den Vorgang. Weiter hinten rutschen fertige Zahnbürsten automatisch in eine vorgeformte PET-Folie; die Verpackungen werden geschnitten und verschlossen, bevor sie versandfertig gemacht werden.
Rund 1 Million Zahnbürsten verlassen so jeden Tag die Produktionsanlagen der Firma Trisa. Das Schweizer Unternehmen ist als eines der innovativsten und erfolgreichsten auf dem Markt in der Mundpflege (73%), der Raumpflege (18%) und der Haarpflege (9%) tätig. Was 1887 als kleine Bürstenfabrik für den Hausgebrauch in Triengen im luzernischen Surental angefangen hat, ist heute ein Familienbetrieb mit über 1000 Mitarbeitenden, einem jährlichen Absatz von 250 Millionen Zahnbürsten und einem Umsatz von 235 Millionen Franken (2008). Die Trisa-Gruppe zeichnet sich durch einen kooperativen Führungsstil, einen paritätisch zusammengesetzten Verwaltungsrat, eine Mitarbeiterbeteiligung sowie durch soziales Engagement aus. Rund 83% der Produktion gehen in den Export in rund 80 Länder; nach Europa, in den Mittleren Osten, nach Nordafrika, China oder Indien. Produziert wird auch heute ausschliesslich in der Schweiz.
Technologieleader der Branche
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hergestelltes Massengut auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein kann, investiert das Unternehmen intensiv in neue Produkte. Trisa versteht sich denn auch in der Branche als Innovations- und Technologieleaderin. Komplexe Mehrkomponententechnologien für die Griffe werden ebenso entwickelt wie flexible Bürstenköpfe und verschiedenste Anordnungen der Borsten.
Laut Felix Fischbacher, Export Marketing Manager bei Trisa, gibt es noch viel zu tun: «Heute erreichen Zahnbürsten etwa 65% der Zahnoberfläche, es ist sehr schwierig, in die Zwischenräume und an den hinteren Bereich des Gebisses zu kommen. Unser Ziel ist es jedoch, den gesamten Zahn zu erreichen.» Jedes Jahr werden so auf der Suche nach der perfekten Mundhygiene 20 bis 30 neue Produkte entwickelt.
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