Feinstbearbeitung von Implantaten
04.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Extrem glatt und hoch glänzend - diese Eigenschaften müssen Oberflächen von Implantaten aufweisen. Um dies zuverlässig, reproduzierbar und wirtschaftlich zu erzielen, setzen immer mehr Hersteller auf den Einsatz von Schleppschleiftechnik. Mit dem Schleppschleif- bzw. -polierverfahren wird die bisherige Robotertechnik zuverlässig, reproduzierbar und wirtschaftlich abgelöst.
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Die steigende Lebenserwartung und Extremsportarten führen unter anderem zu vermehrten Verschleisserkrankungen der Gelenke. Als Behandlungsmethode bleiben in letzter Konsequenz häufig nur künstliche Gelenke, die als Implantate in die Knochen eingesetzt werden. Der Einsatz dieser hochwertigen Implantate beispielsweise für Knie, Hüfte oder Fuss ist daher inzwischen sowohl in Europa als auch in Asien und den USA weit verbreitet; der Bedarf steigt permanent. Entsprechend bauen die Hersteller weltweit ihre Kapazitäten aus.
Hohe Anforderungen an die Oberflächenqualität
Bei der Fertigung der Ersatzgelenke zählt die besonders pass- bzw. formgenaue Nachbildung, um dem Patienten die höchstmögliche Lebensqualität zu gewährleisten. Hergestellt aus speziellen Feingusslegierungen (Kobalt-Chrom-Molybdän und Titan), müssen sich die geometrisch diffizil geformten Feingussteile effizient produzieren und bearbeiten lassen. Die Anforderungen an das Oberflächenbearbeitungsverfahren sind denkbar hoch: So dürfen keinerlei Geometrieveränderungen bei einer perfekt glatt geschliffenen, hochglanzpolierten Oberfläche entstehen. Klassische Bearbeitungsmethoden wie mechanisches Bearbeiten (Fräsen) oder Geometrieschleifen schaffen den Ausgangspunkt für das anschliessende Oberflächenfinish mittels Schleppschleiftechnik.
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