CAM-Markt mit Wachstumschancen

 

04.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

Open Mind ist laut CIM Data einer der Top Ten der CAM-Anbieter weltweit und engagiert sich verstärkt am Schweizer Markt. Die wirtschaftlichen Chancen, aber auch die technischen Herausforderungen in einem «Hochpräzisionsland» sind die Triebfedern, diesen mitteleuropäischen Markt noch stärker zu fokussieren als bisher. Über Details sprach Der SMM mit Reiner Burk, Geschäftsführer der Open Mind Technologies Schweiz GmbH in Winkel.


Wir sind in der Schweiz noch immer in der Wachstumsphase.? Reiner Burk, Geschäftsführer der Open Mind Technologies Schweiz GmbH
SMM: Herr Burk, welche Bedeutung hat der Schweizer Markt für Open Mind wirtschaftlich wie auch technisch?
Reiner Burk: Die Schweiz hat natürlich für Open Mind eine wirtschaftliche Bedeutung. Es ist einer der wichtigen Märkte hier in Mitteleuropa, den wir intensiv betreuen, sogar mit einer eigenen Niederlassung in Winkel bei Zürich.
Wir sehen diesen Markt aber auch als technologisch bedeutend an. Schweizer Kunden zu betreuen heisst, sich mit dem Thema Hochpräzision auseinanderzusetzen. Wir als CAM-Hersteller müssen die entsprechenden Anforderungen erfüllen und die Software auch darauf ausrichten. Das Know-how, das wir dabei gewinnen, hilft uns dann auch auf anderen Märkten weiter.

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Welche Industrien werden bislang von Open Mind adressiert? Oder umgekehrt, welche Industrien haben sich besonders für so ein Highend-System, wie es auch «hyperMILL» darstellt, interessiert?
Burk: Es gibt einen gewissen Schwerpunkt in der Energietechnik, zum Beispiel beim Fräsen von Impellern. Wir haben Kunden, die als Fertigungsdienstleister im Prinzip alles machen, was sie so bekommen, und die dann die volle Flexibilität von Hyper Mill, von 2D über 3D bis hin zur 5-Achs-Simultanbearbeitung benötigen. Ferner haben wir Kunden im Bereich der Medizintechnik - nicht zuletzt im Tessin - und natürlich zählen auch Unternehmen aus der Uhrentechnik, zumeist in der französischsprachigen Schweiz, zu unseren Kunden.
Dürfen wir Firmen nennen?
Burk: Ich kann als Referenz den grössten Schweizer Uhrenwerkehersteller, die Eta in Grenchen, nennen. Dieses Marktsegment bewegt sich zurzeit für uns, es gibt viel Interesse für Hyper Mill und auch konkrete Anfragen. Mit der Eta als Referenz sind wir da schon einmal gut aufgestellt.
Worauf legen die Schweizer Kunden besonderen Wert?
Burk: Neben der technischen Machbarkeit legen unsere Schweizer Kunden besonderen Wert auf den Vertrauensaufbau zu ihren Partnern. Erst wenn die Kunden in der Schweiz uns auch als Anbieter vertrauen, kommt es zu einem Abschluss. Darüber hinaus ist der Service, den wir direkt in der Schweiz anbieten, ein grosser Bestandteil für eine erfolgreiche Partnerschaft.
Wie gehen Sie mit der Mehrsprachigkeit in der Schweiz um?
Burk: Die deutschsprachige Schweiz wird direkt von Winkel aus betreut. Wir ziehen unsere Kollegen aus Frankreich oder Italien hinzu, wenn wir uns in der französisch- beziehungsweise italienischsprachigen Schweiz befinden. Dass wir über internationale Niederlassungen verfügen, ist ein Vorteil für Open Mind. Ansonsten sind wir dabei, auch über das Händlergeschäft die Sprachbarrieren abzubauen.
Welche Kompetenzen und Aufgaben hat Ihre Niederlassung in Winkel?
Burk: Neben dem Vertrieb wird von hier aus die technische Unterstützung organisiert und wir nutzen die Zentrale auch als Schulungsstätte sowie für Präsentationen.
Wer erstellt die Postprozessoren für Schweizer Kunden?
Burk: Die Postprozessoren werden bei Open Mind in Wessling erstellt. Dort gibt es eine spezielle Abteilung mit rund 5 Mitarbeitern, die sich um dieses Thema kümmert. Mit Hilfe von optimalen Postprozessoren kann erheblich an Performance für die Fertigung gewonnen werden und die wollen wir auf keinen Fall verschenken.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit Schweizer Werkzeugmaschinenherstellern?
Burk: Sie läuft gut. Starrag-Heckert zum Beispiel vertreibt unsere spezielle Impellerlösung innerhalb von Hyper Mill sogar als eigenes Produkt.
Dann haben wir sehr gute Beziehungen auch zu Mikron und zu Willemin-Macodel. Natürlich gibt es auch deutsche Werkzeugmaschinenhersteller, die ebenfalls in der Schweiz aktiv sind, mit diesen kooperieren wir ebenfalls.
Als Beispiel hierfür nenne ich eine dreitägige Veranstaltung direkt bei Sulzer, die wir im März dieses Jahres gemeinsam mit Hermle hatten.
Gibt es weitere Ausstellungen in der Schweiz, die Sie beschicken?
Burk: Schwerpunktmässig haben wir in diesem Jahr die PRODEX in Basel, die Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, auf der wir ausstellen werden. Ferner sind wir auf der Orthotek, einer Messe für Orthopädie-Technik, präsent und besuchten auch die Produktion & Design in St. Gallen im Juni.
Wie schätzen Sie die Zukunftspotenziale für Open Mind in der Schweiz ein?
Burk: Wir sind in der Schweiz noch immer in der Wachstumsphase. Ich sehe auch zukünftig gute Chancen weiter zu wachsen. Es gibt viele Unternehmen in diesem Markt, welche die Stärken von Hyper Mill genau brauchen, um ihrerseits wieder herausragende Angebote für ihre Kunden erstellen zu können. Insbesondere schätze ich die Branchen «Energietechnik» und «Medizintechnik» als besonders wachstumsstark für uns ein.
Herr Burk, vielen Dank
für das Gespräch.
Information
Open Mind Technologies Schweiz GmbH
Zürichstrasse 25
8185 Winkel
Tel. 044 860 30 50
info.switzerland@openmind-tech.com
www.openmind-tech.com

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