CNC-Steuerungen im Dienste der Gesundheit

 

04.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Die Medizintechnik ist ein innovativer Wachstumsmarkt, charakterisiert durch eine grosse Vielfalt an Produkten. Medizinische Geräte und Instrumente werden dieser Branche ebenso zugerechnet wie Prothesen und Implantate. Unterschiedlichste Herstellungsverfahren und Maschinen sind dafür notwendig. CNC-Steuerungen müssen dementsprechend ihre vielseitige Leistungsfähigkeit beweisen hinsichtlich Drehen, Fräsen, Wirbeln etc., in der Serien- und Einzelteilfertigung, meist mit hohen Anforderungen an Präzision und Oberflächengüte.


Bei diesem Langdrehautomaten sind drei Revolver im Einsatz. Mit den angetriebenen Werkzeugen sowie Y- und B-Achse im Revolver kann man beispielsweise sogenannte Grooves (gedrallte Rillen im Knochennagel) und speziell geformte Verstärkungshöcker noch effizienter fräsen.
Die Medizintechnik hat sich seit einiger Zeit zu einem bedeutenden Industriesektor entwickelt, dem allein in Deutschland im Jahr 2008 rund 17,8 Milliarden Euro Umsatz zugerechnet wurden. Tendenz kontinuierlich steigend. Für 2010 wird der Branche ein weltweites Wachstum von rund neun Prozent vorhergesagt.
Ein Grund für das Wachstum ist darin zu sehen, dass sich die Welt in einem demografischen Wandel befindet und die Bevölkerung im Schnitt immer älter wird. Dadurch steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung. Zudem wachsen die Ansprüche. Die Anbieter reagieren. Sie investieren jährlich nahezu zehn Prozent des erwirtschafteten Umsatzes in Forschung und Entwicklung, was dem Markt zu weiterer Dynamik verhilft.
Die Entwicklungen schreiten auf der gesamten Breite der Medizintechnik voran. Rasante Fortschritte werden bei komplexen Maschinen wie Computertomographen ebenso erzielt, wie bei Laborgeräten, zu denen beispielsweise Hochgeschwindigkeitszentrifugen zählen. Auch zahnmedizinische und OP-Instrumente werden permanent verbessert. Ganz zu schweigen von Prothesen und Implantaten, die dank moderner Materialien und Bearbeitungsprozesse mittlerweile über 20 Jahre im menschlichen Körper verbleiben.

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Höchste Innovationskraft bei Prothetik und Implantaten

Bei der im September 2009 vom VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) erstellten Studie «MedTech2020» wurden über 600 Fachleute zu den Trends in der Medizintechnik befragt. Ein Ergebnis dieser Umfrage besagt, dass die Bereiche Prothetik und Implantate weiterhin höchste Innovationskraft besitzen. Hier spielt neben der Kunststoffverarbeitung die Metallbearbeitung eine wesentliche Rolle.
Das Fertigungsspektrum ist breit: Es umfasst verschiedene Verfahren wie Drehen, Fräsen, Schleifen, Wirbeln etc. Standards wie Knochennägel und -schrauben werden in grossen Serien hergestellt, während manch diffizile Spezialanfertigung ein Einzelstück bleibt. Eine Herausforderung an Maschine und Steuerung sind die zu bearbeitenden Werkstoffe wie zum Beispiel Titan, Kobalt-Chrom oder Keramik, die grosses Know-how erfordern, um die gewünschte Präzision und Oberflächengüte zu erreichen.
Der Sprung unter die Zulieferer der Medizintechnik ist in den letzten Jahren vielen Unternehmen gelungen, die bereits Erfahrungen in anderen Hightech-Branchen vorweisen konnten. Denn viele Erkenntnisse aus dem Formenbau, der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie der Mikrotechnik sind fast 1:1 übertragbar. Auch die benötigten Werkzeugmaschinen haben sich in diesen Branchen bereits bewährt und lassen sich mit ihren modernen CNC-Steuerungen an die neuen Herausforderungen der Medizintechnik anpassen. Was sie mitbringen müssen, sind höchste Qualität, Präzision und Prozesssicherheit. Denn schliesslich möchte jeder in Sachen Gesundheit das Beste vom Besten bekommen.
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