Der Greifer aus dem Pulverbett

 

23.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Erstmals gelang es, ein komplettes Greifersystem mit integriertem Getriebemodul mittels Kunststoff-Lasersintern zu fertigen, das auch industrielle Ansprüche erfüllt. Entwickelt wurde es im Hause FKM Sintertechnik, wo inzwischen die Serienproduktion angelaufen ist. Der Antrieb des Systems erfolgt pneumatisch; eingesetzt wird es zur automatisierten Werkstück-Positionierung in der Oberflächentechnik.


Im Hause FKM wurde erstmalig ein komplettes Greifersystem mit integriertem Getriebemodul in Lasersinter-Technik entwickelt und gefertigt.
Es rotiert mit bis zu 3000 U/min, erreicht Standzeiten von über 100000 Hüben und passt sich mit wechselbaren Spannbacken der Geometrie des Werkstücks an: das erste vollständig im Kunststoff-Lasersintern hergestellte Pneumatik-Greifersystem von FKM. Entwickelt wurde es zur Werkstück-Positionierung im Rahmen der Automatisierung einer Sandstrahl-Anlage. Das als anbaufertige Funktionseinheit mit flexiblem 3-Backen-Futter ausgelegte System greift das Bauteil und führt in der Strahlkabine sowohl eine Rotations- als auch eine Auf-Ab-Bewegung aus.

Fertigung nach Bedarf: komplett oder Einzelteile

Da das Greifersystem direkt aus CAD-Daten generativ gefertigt ist - also ohne Formwerkzeug, kann es nicht nur in beliebigen Losgrössen hergestellt werden, sondern auch jederzeit on-demand, und zwar komplett oder in Einzelteilen. «Unser neues Greifersystem ist ein Paradebeispiel dafür, dass E-Manufacturing längst keine Zukunft mehr ist. Für eine bedarfsoptimierte Serien- und Ersatzteilproduktion funktioneller Baugruppen aus Kunststoff nutzen es viele Anlagenbauer und Zulieferer inzwischen als kostengünstige Alternative zu traditionellen Verfahren», erklärt Firmenchef Jürgen Blöcher.

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