Möglichkeiten der Drahterosion
23.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Je komplexer einzelne Bauteile werden, je wirtschaftlicher die Produktion werden muss, desto individueller müssen die Produktionswege gestaltet werden. Bei einigen Aufgaben stossen gar modernste, spanabhebende Verfahren an ihre Grenzen. Kombinationen zwischen Drahterosion und Fräsvorgängen können wirtschaftliche und akzeptable Lösungen sein.
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Gegenüber anderen Verfahren weist die Drahterosion scheinbar einige Nachteile auf. Sowohl Fräsen als auch Drehen sind als Gesamtprozess in den meisten Fällen offenbar wirtschaftlicher, sowohl Laserschneiden als auch Wasserstrahlschneiden schneller. Dazu kommt, dass nur leitfähige Materialien drahterodiert werden können.
Grosse Schneidhöhe und höchste Genauigkeit realisierbar
Bei genauerer Betrachtung kann die Drahterosion aber ihre Stärken voll ausspielen und letztlich auch die Wirtschaftlichkeit im Gesamtfertigungsprozess erhöhen.
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Die Funkenerosion trumpft beispielsweise mit grosser Schneidhöhe und höchster Genauigkeit auf, die konkurrenzlos sind. Der Metallbearbeitung durch Drahterosion öffnen sich wachsende Möglichkeiten ergänzend zur spanabhebenden Bearbeitung.
Die Leichtigkeit, mit der auch extrem zähe, gehärtete Stähle und Hartmetalle bearbeitet werden, macht diese Technologie zum wichtigen Teilbereich der modernen Maschinenindustrie. Höchste Oberflächengüte, Formgenauigkeit und eine bemerkenswerte Flexibilität eröffnen dieser Technologie immer neue Anwendungsgebiete. Im Folgenden werden einige typische Eigenschaften der Drahterosion aufgezählt:
? Hohe Masshaltigkeit und Formgenauigkeit im µ-Bereich
? Extrem geringe Schnittbreiten
? Bearbeitung aller leitfähigen Materialien
? Bearbeitung von extrem harten und/oder zähen Werkstoffen wie gehärteter Stahl, Titan oder Hartmetall
? Oberflächenstrukturen mit variabler Rauigkeit
? Auch bei grosser Schnitthöhe (400 mm) extrem geringe Schnittbreiten
? Fertigung scharfkantiger Durchbrüche
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