Schweissinnovationen für gezieltere Energieeinträge
23.08.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Den Energieaufwand möglichst klein zu halten ist ein allgemeiner Trend beim Schweissen. Das Endergebnis wird nicht nur durch einzelne Aspekte wie die Reduktion von Energiekosten oder das Vermeiden von Verzug am Bauteil beeinflusst, sondern durch weit mehrere Faktoren wie etwa das Brennerkonzept oder die flexible Optimierung der eingebrachten Energie in das Bauteil.
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Im Leichtbau, wo geringer Bauteilverzug gepaart mit einer hohen Festigkeit gefordert ist, sind gezielte Energieeinträge in das Bauteil unabdingbar. Die Menge der eingebrachten Energie ist von vielen Faktoren abhängig. Diese müssen zudem ständig kontrolliert werden. Hierzu sind innovative Lösungen notwendig, die dafür sorgen, dass nur die für das Fügeverfahren notwendige Energie ins Bauteil eingebracht wird, um Effekte wie Verformungen und Spritzerbildung zu vermeiden. Neben schnellen Regelmechanismen in der Stromquelle, wie zum Beispiel die DCT-Technologie, welche dem Prozess die benötigte Energie ohne die Bindung an eine feste Taktfrequenz unmittelbar zur Verfügung stellt, reichen die Neuerungen von Regelmechanismen wie «Synchroweld» bis hin zu einem gänzlich neuen Schweissprozess: «Micro-MIG».
«Synchroweld» zur Regelung der Streckenenergie
Robotersysteme werden immer präziser und beschleunigen zudem schneller. Jedoch kann die Bahngeschwindigkeit systembedingt variieren. Diese Geschwindigkeitsänderungen, zum Beispiel in Kurvenfahrten oder bei hohen Beschleunigungen und Belastungen externer Achsen, haben Auswirkungen auf das Schweissergebnis, da die Parameter entsprechend nachgeregelt werden müssen. Hierzu muss die aktuelle Robotergeschwindigkeit dem Schweisssystem bekannt sein, was bei vielen Systemen schon daran scheitert, dass keine entsprechende Schnittstelle zur Übermittlung dieser Daten existiert. Diesen Umstand hat SKS Welding Systems in Zusammenarbeit mit seinem Technologiepartner Leipold und Motoman Robotec ausgemerzt. Es wurde eine Datenschnittstelle definiert, welche die aktuelle Robotergeschwindigkeit dem Schweisssystem mitteilt, so dass dieses entsprechend der Vorgaben die Schweissparameter in Echtzeit anpassen kann. Das Ergebnis ist eine gleich bleibende Nahtoptik sowie ein definierter Einbrand.
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