Vision-Sensoren können Leben retten
23.03.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Nur wenige Bereiche stellen so hohe Anforderungen an die Produktqualität wie Medizinprodukte. Eine 100%-Kontrolle ist essentiell, da jeder nicht erkannte Produktionsfehler Menschenleben kosten kann. Für die automatisierte Inspektion haben sich Verisens-Vision-Sensoren von Baumer als leistungsstarke Partner erwiesen.
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Infusionsschwerkraftgeräte, im Alltag oft als Tropf bezeichnet, gehören zur klinischen Grundausstattung. Mit Hilfe dieser Geräte können Patienten künstlich mit Nährstoffen versorgt oder Medikamente verabreicht werden. Waren die ersten Infusionsversuche noch wenig Erfolg versprechend (so wurde im Jahr 1657 einem zum Tode verurteilten Diener eine Lösung von Crocus metallorum verabreicht, was zu starker Übelkeit und nervöser Unruhe führte), haben heute die Infusionslösungen und -systeme aufgrund der unkomplizierten Handhabung und schnellen Verfügbarkeit einen festen Platz im täglichen Einsatz gefunden.
Gleiches Funktionsprinzip - neue Produktionsmethoden
Einen Meilenstein in der Geschichte der Infusionsmedizin nimmt die Firma B. Braun Melsungen AG ein. Im Jahre 1951 wurden hier die ersten Geräte für die Dauerinfusion entwickelt, zwei Jahre darauf die ersten Infusionsgeräte aus Glas. Damit war es erstmals möglich, Infusionslösungen für die Einmalverwendung steril bereitzustellen. Aufwändiges Säubern und Sterilisieren konnte entfallen, die Infusionsgeräte wurden im klinischen Umfeld zu einem Massenartikel.
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Bis heute haben sich diese Systeme kaum geändert. Das Funktionsprinzip ist so einfach wie genial: Aufgrund der Schwerkraft tropft eine Flüssigkeit in eine Tropfkammer und gelangt von dort in den Körper des Patienten. Mit einem Durchflussregler kann die Geschwindigkeit der Infusion kontrolliert werden. Eine schnelle Sichtkontrolle durch das Klinikpersonal ist durch die transparente Tropfkammer aus Glas möglich, heute wird ausschliesslich Kunststoff verwendet.
Seit 1953 haben sich die Produktionsmethoden grundlegend gewandelt. Mit der zunehmenden Automatisierung entfielen zahlreiche manuelle Produktionsschritte, während die Qualitätsanforderungen an die Systeme stiegen. So werden bei B. Braun jährlich 140 Millionen dieser Infusionsschwerkraftgeräte produziert, täglich also mehr als 450000 Geräte. Eine umfassende Qualitätskontrolle in dieser Menge ist allein von Menschen nicht mehr zu leisten und erfordert den Einsatz von Bildverarbeitungslösungen.
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