Generative Fertigung

Co-Innovation-Prozesse optimieren

| Redakteur: Luca Meister

Die erste generativ gefertigte Turbinenschaufel «SGT400 Stage 1» (im Hintergrund die NX-Software) wurde von Materials Solutions, einem Siemens Service Provider für die additive Fertigung, produziert.
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Die erste generativ gefertigte Turbinenschaufel «SGT400 Stage 1» (im Hintergrund die NX-Software) wurde von Materials Solutions, einem Siemens Service Provider für die additive Fertigung, produziert. (Bild: Siemens)

Eine neue digitale Plattform von Siemens stärkt die Vision eines globalen Marktes für die additive Fertigung. Teilnehmer haben Zugriff auf ein globales Know-how für Konstruktion, Produktentwicklung und 3D-Druck. Die Idee ist, schneller «von der Idee zum Bauteil» zu gelangen.

Die Vision von Siemens ist es, das branchenweit umfassendste Portfolio an Produkten und Services für die weltweite additive Fertigung anzubieten. Im Rahmen dieser Strategie hat das Unternehmen auf der Hannover Messe Pläne für eine neue Online-Kollabora­tions­plattform vorgestellt, die eine weltweite Zusammen­arbeit für die Fertigungsindustrie ermöglicht. Ziel ist es, einer globalen Fertigungs­industrie On-Demand-Produktkonstruktion und 3D-Druck-­Produktion leichter zugänglich zu machen. Die Plattform für die Teilefertigung stellt eine Umgebung dar für die Vernetzung von Teilnehmern einer weltweiten Fertigungsindustrie und ermöglicht es, die Nutzung von Ressourcen zu maximieren, den Zugriff auf Know-how für die additive Fertigung zu vereinfachen und neue Geschäftsmodelle zu generieren. Zum Beispiel würden sich Einkäufer von Produkten auf der Plattform mit Anbietern sogenannter Micro Factories verbinden, die 3D-Teile on demand weltweit drucken. Darüber hinaus unter­stützt die Plattform die globale Zusammenarbeit zur Optimierung von Co-Innovation-Prozessen. Dies wiederum beschleunigt die Einführung von 3D-Druck als gängiger Produktionsmethode für industrielle Nutzung. Die Plattform wird ein Online-Ökosystem von hochqualifizierten Teilnehmern unterschiedlichster Bereiche bilden, darunter Produktentwickler, Auftragsfertiger, Einkäufer, Hersteller von 3D-Druckern, Materiallieferanten, Anbieter von speziellen Dienstleistungen im additiven Umfeld, Kleinunternehmer und viele mehr. Teilnehmer können sich unmittelbar mit anderen vernetzen, um Co-Innovation-Prozesse für ihre Produkte zu optimieren und dabei die neuesten Software-Tools für die additive Fertigung zu nutzen.

Nutzung für die industrielle Anwendung auf ein neues Level heben

So könnte zum Beispiel ein globales Expertennetzwerk aufgebaut werden, in dem alle Teilnehmer den gleichen Zugriff auf Technologie haben und das zur Konstruktion und Entwicklung eines neu gestalteten Produkts für die additive Fertigung beiträgt. Einkäufer von Teilen könnten die Plattform nutzen, um schnell qualifizierte Dienstleistungen zu finden, die Arbeitsvorbereitung zu verbessern und die Zeit zu reduzieren, die vergeht, bis die gewünschten Produktionsmengen am benötigten Standort eintreffen. Gleichzeitig sind Fertigungsdienstleister in der Lage, eine Pipeline von Arbeitsaufträgen für Konstruktionen der nächsten Generation an Produkten zu entwickeln. So lässt sich die Maschinenauslastung maximieren und Geschäftsmöglichkeiten ausbauen. Nicht zuletzt könnten OEMs von 3D-Druckern Informationen über ihre neuesten Systeme, Technologien und Know-how mit allen Teilnehmern der Plattform austauschen. Die Plattform wird voraussichtlich Mitte 2018 starten. Interessenten sind eingeladen, Siemens bezüglich eines frühen Zugangs zu kontaktieren. -mei- SMM

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