Mechatronische Werkzeuge

Mapal und Komet präsentieren Standard für die U-Achs-Vorrüstung

 

13.08.2010 | Redakteur/Autor: Bernhard Kuttkat

 

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Mechatronische Werkzeuge verleihen jeder Werkzeugmaschine hohe Flexibilität in der Bearbeitung. Technologisch führend sind die U-Achssysteme Komtronic von Komet und Tooltronic von Mapal. Um die Anpassarbeiten maschinenseitig gering zu halten, haben beide Hersteller eine gemeinsame Schnittstelle zur Werkzeugmaschine entwickelt. Künftig sollen neue Werkzeugmaschinen bereits „mechatronic-ready“ angeboten werden.


Mapal und Komet präsentieren Standard für die U-Achs-Vorrüstung
Bild 1: Komtronic von Komet und Tooltronic von Mapal sind die technologisch führenden U-Achssysteme. Über eine zusätzliche, CNC-gesteuerte „Werkzeugachse“ erhöhen sie die Bearbeitungsmöglichkeiten von Werkzeugmaschinen. Bild: Mapal/Komet
Wer Axialkolbenpumpen, Gelenkkugeln, Ventilsitze, Pleuelaugen oder Turbinengehäuse drehen muss, war lange Jahre auf Sondermaschinen angewiesen – meist verbunden mit mehreren Arbeitsgängen auf Fräs- und Drehmaschinen. Ein aufwändiger Prozess, der nicht mehr in die heutige Zeit passt, die durch sinkende Stückzahlen und wachsende Variantenvielfalt bestimmt wird.
Die Zukunft gehört flexiblen Standardmaschinen, mit denen sich komplexe Teile komplett bearbeiten lassen. Davon überzeugt sind Dr.-Ing. Jochen Kress, Mitglied der Mapal-Geschäftsleitung und verantwortlich für die strategische Produktentwicklung, sowie Dr.-Ing. Jürgen Fronius, Leiter des Geschäftsbereichs Mechatronik in der Komet Group. Parallel haben sie in ihren Unternehmen die Entwicklung so genannter U-Achssysteme vorangetrieben, die die Bearbeitungsmöglichkeiten von Werkzeugmaschinen über eine zusätzliche, gesteuerte Werkzeugachse deutlich erhöhen.

Drehkonturen effizient auf Bearbeitungszentren fertigen


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U-Achssysteme gehören in eine Kategorie, die vielfach als „mechatronische Werkzeuge“ bezeichnet wird. Das sind Werkzeuge, deren Schneide sich in der Rotation verstellen lässt. Jochen Kress erklärt dies mit einem Beispiel: „Es gibt Bohrungen, die nicht einfach zylindrisch sind, sondern zur Werkzeugmitte exzentrisch verlaufen und häufig Drehkonturen aufweisen. Um diese herzustellen, muss man die Schneide während der Bearbeitung verstellen. Das lässt sich über mechatronische Werkzeuge bewerkstelligen und über unsere U-Achssysteme besonders effizient.“

Einwechselbare NC-Achse steigert Flexibilität

Jürgen Fronius ergänzt: „Lange Jahre hat man diese schwierige Aufgabe auf Sondermaschinen über Schubstange und Keilgetriebe gelöst. Effizienter und präziser geht das mit U-Achssystemen wie Komtronic oder Tooltronic. Dabei rückt der Begriff Werkzeug in den Hintergrund. Denn der Kern des Systems ist eine einwechselbare NC-Achse, die sich wie alle anderen Achsen im Regelungsverbund der CNC befindet und mit deren Bewegungen interpoliert werden kann.“
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Die beiden Werkzeugspezialisten Mapal und Komet haben mit «Mecha-tronic-ready» einen gemeinsamen Standard zur U-Achs-Vorrüstung entwickelt. U-Achs-Systeme sind Werkzeuge, deren Schneide sich in der Rotation verstellen lässt. Diese Werkzeugsysteme eignen sich beispielsweise zum Fertigen von Axialkolbenpumpen, Gelenkkugeln, Ventilsitzen, Pleuelaugen oder Turbinengehäusen. weiter
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