Dem plötzlichen
«Bus-Tod» vorbeugen
03.02.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
In der momentanen wirtschaftlichen Situation prüfen viele Anlagenbetreiber sehr genau, welche Anlagen sich an neue Anforderungen anpassen lassen, damit eine Neuanschaffung erst einmal nicht nötig ist. Fertigungslinien werden deutlich länger als geplant betrieben und somit auch der Feldbus. Eine permanente Überwachung und kontinuierliche Zustandsanalyse der Kommunikationsqualität ist deshalb unabdingbar. Die Warnung vor dem Ausfall macht den Eingriff planbar und vermeidet schmerzliche Kosten durch sporadische Ausfälle.
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Es streitet heute wohl kaum einer mehr ab: Die Feldbuskommunikation als Ganzes ? nicht nur einzelne Module ? unterliegt dem Verschleiss. Bauteilalterungen und das ständige Einwirken der Produktionsumwelt (Temperatur, Feuchtigkeit, Öle, Fette) sind hierfür als Hauptverantwortliche auszumachen. Oft ist der Verschleiss nicht einmal sehr gross, aber da beim Einrichten vieler Feldbussysteme die Qualität messtechnisch nicht hinterfragt wird und die Empfangsqualität von Anfang an weit unter den vorgegebenen Werten liegt, reicht schon der redensartliche «Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt». So finden viele Anlagenstillstände, die scheinbar aus heiterem Himmel kommen, ihre Ursache im schlechten Grundzustand des Feldbusses und dessen Alterung.
Ausfälle vermeiden - was tun?
Schmerzliche Erfahrungen aus der Praxis bringen heute immer mehr Anlagenbetreiber zu der Frage: Was kann ich tun, um solche Ausfälle von vorneherein zu vermeiden? Gerade dann, wenn Zeit und Personal immer knapper werden, sind die richtigen Instandhaltungsmassnahmen gefragt, sonst können die durch Anlagenstillstände verursachten Kosten schnell die Investi-tionseinsparungen überschreiten. Der Grund, warum aber viele Anlagenbetreiber heute noch immer keine Konzepte zur Feldbuswartung realisiert haben, ist das fehlende Verständnis und auch die Sensibilität dafür, dass der Feldbus ein verschleissbehaftetes Bauteil darstellt und als solches angesehen und auch behandelt werden muss. Darüber hinaus wird Wartung im Feldbus noch immer mit Aufwand, Oszilloskop, Telegrammanalyse und einer grossen Menge Expertenwissen in Zusammenhang gebracht.
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Es ist also gut zu wissen, dass es inzwischen Diagnose- und Instandhaltungstools gibt, die ohne grossen Aufwand einzurichten sind und sich obendrein einfach bedienen lassen. Die Spezialisten für Bus-Instandhaltung der Indu-Sol GmbH haben für die Interessenten aus Anlagenerrichtung, Wartung und Service verschiedene Diagnose- und Wartungstools im Programm, welche für Inbetriebnahme, Abnahme- und Zertifizierungen oder auch zur Fehlersuche im Bus unverzichtbar sind. Aber auch die Bus-Spezialisten mussten sich Fragen nach einer permanenten messbaren Verschleissermittlung gefallen lassen. Denn nicht selten ist es vorgekommen, dass Messungen im Stillstand einer Anlage keinen Hinweis auf eine Schwachstelle brachten und sich in der Produktion die sporadischen Ausfälle erneut zeigten. Hinzu kommt, dass in solchen Fällen das Quittieren der Störung bis hin zum Betätigen des Hauptschalters den Fehler (bis zum nächsten Mal) einfach vergessen machte. Eine Reproduzierbarkeit oder nachträgliche Analyse ist unmöglich.
Ausgehend von der Nachfrage aus dem Markt und der Überlegung, dass es einen plötzlichen «Bus-Tod» nicht gibt, sondern sich dieser, wie oft auch im wahren Leben, vorher andeutet, hat Indu-Sol hierfür einen «Feldbusspitzel» ? den «INspektor» entwickelt. Der Inspektor (siehe Kasten) ist ein Analysegerät, das sich einfach unter laufenden Produktionsbedingungen in Anlagen integrieren lässt und den permanenten Zustand der Bus-Teilnehmer leicht verständlich in Form einer Ampel (rot, gelb, grün) anzeigt. Ohne grosse Vorkenntnisse lassen sich so Probleme schnell aufspüren. Generell bieten sich dem Inspektor zwei unterschiedliche Einsatzfälle: die permanente Überwachung eines Bussystems oder die temporäre Kurzzeit-Analyse.
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