Energieoptimierung durch Druckluft-Audit

 

03.02.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Die Energieeffizienz bei der Drucklufterzeugung ist vielen Unternehmen sehr wichtig. Ein ausgeklügeltes Kompressormanagement mit Überwachungseinrichtungen und regelmässiger Wartung der Geräte ist üblich. Hingegen wird das Druckluftnetz häufig vernachlässigt. Hier liegt ein riesiges Einsparpotential für den Druckluftverbrauch.


Ein Instandhaltungs-Fachmann bei der Durchführung eines Druckluftaudits.
«Jedes Druckluftaudit ist ein Erfolgserlebnis. Noch nie gab es ein Unternehmen, bei dem nicht innert kürzester Zeit ein unbekanntes Leck aufgezeigt werden konnte», so Peter Mantel von der Pergam-Suisse AG.
Zum Orten von Druckluftleckagen eignen sich am besten Ultraschallgeräte. Tritt ein Gas (Luft, Sauerstoff, Stickstoff, ?) durch ein Leck aus, entsteht zwangsläufig eine turbulente Strömung. Diese erzeugt ab einem bestimmten Druck ein deutliches Rauschen im Ultraschallbereich. Von Ultraschall spricht man bei Frequenzen oberhalb des für den Menschen hörbaren Bereiches. Generell bewegen sich diese in einem Band von 20 kHz bis 1 GHz. Die Inspektionssysteme arbeiten im Bereich 20 bis 100 kHz. Bei einigen Geräten lässt sich das Band frei einstellen um für verschiedene Anwendungen die jeweils geeignetste Frequenz zu finden ? das sogenannte Frequenztuning. Interessant ist diese Funktion auch, falls in der Umgebung durch Produktionsprozesse Ultraschallsignale vorhanden sind. Durch Wahl eines anderen Bandes lässt sich das Audit trotzdem durchführen. Die Inspektionssysteme wandeln die Ultraschalltöne in für den Menschen hörbare Frequenzen um und zeigen zusätzlich den gemessenen Wert in Dezibel an.

Leckortung auch bei hohem Geräuschpegel


Bilder zum Beitrag
Ein Druckluftaudit beginnt mit dem Erstellen der Prüfroute. Meistens beginnt diese an dem Kompressor und geht über die Druckluftverteiler bis hin zu den Endverbrauchern. Bei grösseren Objekten ist die Erstellung der Route sehr wichtig und unumgänglich, so dass kein Strang vergessen wird. Danach wird die Strecke mit dem Ultraschallgerät abgegangen. Hierzu trägt der Bediener einen Kopfhörer, dieser schirmt ungefähr 35dB der Umgebungslautstärke ab, was eine Ortung auch bei einem hohen Geräuschpegel ? wie er zwangsläufig in der Industrie anzutreffen ist ? möglich macht. Ferner sieht der Bediener einen Wert in Dezibel, der zusätzlich einen Hinweis auf die Grösse des Lecks gibt. Zu beachten ist jedoch, dass der Abstand zwischen Leck und Ultraschallgerät für eine zuverlässige Aussage immer identisch sein muss. Die Vorgaben des Geräteherstellers sollten hier genau beachtet werden.
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