Bahnleitsystem mit Cloud-Lösung

Gornergrat-Bahn auf digitaler Pionierfahrt

| Redakteur: Sergio Caré

Siemens Schweiz und die Gornergrat-Bahn haben gemeinsam das weltweit erste Bahnleitsystem realisiert, das in einer «Cloud» betrieben wird. Nach einer mehrmonatigen Testphase ist das System seit Anfang Januar 2017 im Regelbetrieb im Einsatz.
Siemens Schweiz und die Gornergrat-Bahn haben gemeinsam das weltweit erste Bahnleitsystem realisiert, das in einer «Cloud» betrieben wird. Nach einer mehrmonatigen Testphase ist das System seit Anfang Januar 2017 im Regelbetrieb im Einsatz. (Bild: Gornergrat-Bahn)

Siemens Schweiz und die Gornergrat-Bahn haben gemeinsam das weltweit erste Bahnleitsystem realisiert, das in einer «Cloud» betrieben wird. Nach einer mehrmonatigen Testphase ist das System seit Anfang Januar 2017 im Regelbetrieb im Einsatz.

Brig – Das Leit- und Informationssystem Iltis von Siemens wird seit rund 20 Jahren von der SBB sowie anderen Privatbahnen genutzt. Bei der Gornergrat-Bahn (GGB) kommt nun weltweit erstmals eine virtuelle Lösung hinzu. Dank dem Cloud-basierten «Iltis as a Service» bezieht die GGB sämtliche Funktionen ihres Bahnleitsystems als Service, ohne die notwendigen Hard- und Softwaresysteme selber zu beschaffen. Hohe Investitionen entfallen. Wartung und Reparaturarbeiten werden direkt beim Anbieter vorgenommen. Für die Bedienung des Leitsystems, mit dem unter anderem das Gesamtsystem überwacht und die Weichen gestellt werden, ist weiterhin der Fahrdienstleiter in Zermatt verantwortlich. Die gesamte dahinterliegende Technologie- und Rechnerleistung ist jedoch im Datacenter in Wallisellen installiert. Damit das Leitsystem sicher läuft, sind drei Rechner im Einsatz. Über eine redundante Standleitung sind die Server mit den Arbeitsplätzen im Wallis verbunden. Zentraler Punkt: Schutz der Leitungen gegen allfällige Hackerangriffe. Dies soll durch neueste Sicherheitstechnologie verhindert werden. Bei Bedarf kann jedoch der Fahrdienstleiter einen Ersatzcomputer vor Ort aktivieren. Nach einer sechsmonatigen Testphase ist das System seit Anfang 2017 im Einsatz. Davor musste beim Bundesamt für Verkehr eine Bewilligung eingeholt werden. -sc-

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