Neues Logistikzentrum

Schlumpf & Co. noch schneller im Handel

| Redakteur: Silvano Böni

Das neue Palettenregallager bietet Platz für rund 16 000 Paletten, 1600 weitere befinden sich im Stollenlager.
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Das neue Palettenregallager bietet Platz für rund 16 000 Paletten, 1600 weitere befinden sich im Stollenlager. (Bild: Bito)

>> Alle Produkte unter einem Dach, schnelle und sichere Kommissionierung, zuverlässiger Versand: Mit diesen Zielen hat der Spielzeughersteller Schleich den Lagerspezialisten Bito beauftragt, das neue Logistikzentrum in Schwäbisch Gmünd auszustatten. Dieser lieferte eine Palettenregalanlage sowie ein Stollenlager mit integrierten Kommissioniergängen. Zusammengenommen bietet die neue Anlage Platz für 17 400 Paletten und 10 000 Kartons.

Wer kennt sie nicht, die Spielfiguren wie die Schlümpfe, Biene Maja, Snoopy, die Muppets oder Dinosaurier, Elfen und Helden, die in nahezu jedem Kinderzimmer rund um den Globus zu Hause sind? Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen diese aus dem Hause Schleich. Friedrich Schleich hat das Unternehmen 1935 gegründet. Mittlerweile gehört das deutsche Unternehmen zu den führenden Anbietern von Markenspielwaren. Das Design und die Herstellung der für die Produktion notwendigen Werkzeuge erfolgen am Firmensitz in Herlikhofen direkt neben Schwäbisch Gmünd. Dort werden auch rund 30 Prozent der Spielzeugfiguren gefertigt, der Rest an mehreren Standorten im Ausland.

Dezentrale Lager

Bislang war am Firmensitz ein 400 Quadratmeter grosses Lager, welches in drei Schichten betrieben wurde. Dazu kamen weitere sechs in der Umgebung. Alle Lagerhallen zusammen boten Platz für insgesamt 6000 Paletten. Die Warenauslieferung hatte Schleich bereits 2006 an seinen Dienstleister, die Spedition Lakner, ausgelagert, einen der Partner des neuen Logistikzentrums. In einer Halle von Lakner in Schwäbisch Gmünd wurden die Figuren auf LKW verladen. Bei grösseren Aufträgen mussten die Waren aus den verschiedenen Lagern angefordert werden, um sie dort für die Kommissionierung und den Versand bereitzustellen. Für Schleich bedeutete das einen erheblichen Arbeitsaufwand, bei dem sich leicht Fehler einschleichen konnten. Das kostete viel Zeit, Geld und Energie – und erhöhte die Lieferzeiten. Der Spielzeughersteller hat rund 10 000 Kunden, die weltweit und direkt beliefert werden. Dazu gehört der Kiosk um die Ecke, welcher meistens nur die Mindestmenge ordert, bis zum Grosshändler mit mehreren LKW-Ladungen pro Tag. Das wirkt sich deutlich auf die Lagerprozesse aus.

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