3D-Druck

Individualisierte Serien aus künftigem 3D-Drucksystem

| Redakteur: Luca Meister

Der Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator kann leicht erweitert werden und so steigenden Fertigungsanforderungen gerecht werden.
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Der Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator kann leicht erweitert werden und so steigenden Fertigungsanforderungen gerecht werden. (Bild: Stratasys)

Stratasys hat kürzlich einen neuen Ansatz für die additive Fertigung in der Kleinserienfertigung und der individualisierten Serienfertigung vorgestellt. Das System bietet eine cloudbasierte Architektur, mit der hohe Skalierungseffekte erzielt werden können, indem zur Erfüllung von Druckaufträgen 3D-Drucker leicht hinzugefügt werden können.

Stratasys Ltd. erweitert sein Angebot im Bereich fortlaufender Fertigung mit geringen Stückzahlen mittels additiver Technologie. Das Unternehmen stellte auf der «Rapid + TCT»-Messe in Pittsburgh (USA) ein neues Produkt vor, das derzeit entwickelt wird: den «Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator». Ein Termin für den Verkaufsstart wurde bisher noch nicht bekannt gegeben.

Mehrere Druckeinheiten arbeiten parallel

Die neue Plattform zeichnet sich durch einen modularen Aufbau aus, in dem mehrere 3D-Drucker-Einheiten parallel arbeiten und über eine cloud­basierte Architektur betrieben werden. Um die Durchsätze in der additiven Fertigung auf eine neue Stufe zu heben, wurde der Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator so konstruiert, dass er ohne häufiges Eingreifen durch den Anwender fortlaufend arbeitet. Das Auswerfen fertiger Teile und das Starten neuer Druckaufträge laufen automatisch ab.

Dabei kann jeder 3D-Drucker-Einheit ein unterschiedlicher Druckauftrag zugewiesen werden, wodurch eine individualisierte Serienfertigung ermöglicht wird. Diese skalierbare Plattform kann jederzeit um weitere Einheiten ergänzt werden. So lässt sich die Fertigungskapazität je nach Bedarf erhöhen. Durch die automatische Verwaltung von Druckwarteschlangen, Auftragsverteilung und Architekturredundanz wird der Durchsatz weiter erhöht, da Druckaufträge automatisch einem verfügbaren Drucker zugewiesen werden. Fällt eine Einheit aus, wird der Druckauftrag automatisch der nächsten verfügbaren Einheit zugewiesen.

Anwendungsmöglichkeiten finden sich vor allem in der Bildung, beim Rapid Prototyping und in Umgebungen, in denen eine Fertigung ohne Werkzeuge und Lagerbestände von Vorteil ist.

Einen grossen Schritt näher

«Mit dem Continuous Build 3D Demonstrator kommen wir unserem langfristigen Ziel, die additive Fertigung als geeignete Lösung für die Massenfertigung zu etablieren, entscheidend näher», sagt Scott Crump, Mitbegründer und Chief Innovation Officer. «Er vereint unsere FDM-Druckqualität, GrabCAD-Steuerung und -Überwachung sowie eine neue skalierbare Architektur für mehrere Drucker­einheiten in einer bahnbrechenden Fertigungsplattform.»

Mehrere Kunden von Stratasys – sowohl aus der Design- als auch der Fertigungsbranche – nutzen bereits den Continuous Build 3D Demonstrator. Dadurch erweitern sie ihr Angebot und erforschen neue Geschäftschancen. Zu diesen Kunden gehören die renommierte Kunst- und Designhochschule Savannah College of Art and Design (SCAD), die ihren Studierenden rund um die Uhr modernste 3D-Druck-Einrichtungen zur Verfügung stellt. Durch den Einbau eines Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator im Designlabor der Hochschule wurden die Fortbildungsmöglichkeiten der Studierenden im Bereich 3D-Druck erweitert. Ausserdem werden durch die erweiterten technologischen Möglichkeiten Lehrende und Studierende bei fortschrittlichen Designprojekten unterstützt.

Identische oder gemischte Teile in grossen Mengen kurzfristig ausliefern

In’Tech Industries, Inc., ein Anbieter für Rapid Prototyping und additive Fertigung, Ingenieursdienstleistungen, Werkzeugdienstleistungen und Spritzguss, plante sein Angebot im Bereich 3D-Druck zu erweitern und so einen Übergang zur Produktion für seine OEM-Kunden zu ermöglichen. Durch die automatisierten Arbeitsabläufe des Stratasys Continuous Build 3D Demonstrator konnte In'Tech für das Spritzgiessverfahren bestimmte identische oder gemischte Teile in grossen Mengen anbieten, die noch am selben Tag oder am Folgetag lieferbar waren. Dadurch konnte das Unternehmen seinen Kundenservice deutlich verbessern, ohne weitere Mitarbeiter einzustellen.

Fathom, ein auf additive Verfahren spezialisiertes Fertigungsunternehmen, reizt mithilfe des Continuous Build 3D Demonstrator die Grenzen der Additiven Fertigung aus. Viele Kunden des Unternehmens setzen auch über das Prototyping hinaus digitale Fertigungsmethoden ein und nutzen bewährte additive Technologien wie FDM für hochwertige Endanwendungen. Die Ausführung mit sechs Einheiten, die bei Fathom vor Ort installiert ist, erhöht massgeblich den Durchsatz und ermöglicht die Fertigung von FDM-Bauteilen mit höheren Stückzahlen und geringerer Vorlaufzeit. Mit dem Continuous Build 3D Demonstrator kann die Effizienz des FDM-Verfahrens erhöht werden. Es werden nicht mehr lediglich 100 Teile gerade rechtzeitig fertiggestellt, sondern bis zu 1000 und mehr einfach auf Abruf. -mei- SMM

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