James Dyson Award

James Dyson Foundation sucht kreative Tüftler und Erfinder

| Redakteur: Katharina Juschkat

Gewinner des letzten James Dyson Award ist der Eco Helmet – ein faltbarer, recycelbarer Fahrradhelm, der für den Einsatz bei Leihrädern gedacht ist.
Gewinner des letzten James Dyson Award ist der Eco Helmet – ein faltbarer, recycelbarer Fahrradhelm, der für den Einsatz bei Leihrädern gedacht ist. (Bild: James Dyson/Kimberly Mufferi)

Der James Dyson Award richtet sich an kreative Entwickler und Erfinder, die Probleme auf einfache und unkonventionelle Art angehen. Ob faltbarer Fahrradhelm oder Eutermessgerät – die Jury belohnt einen kreativen Lösungsansatz für ein konkretes Problem.

Zum vierzehnten Mal verleiht die James Dyson Foundation den James Dyson Award. Die Idee hinter dem Award ist einfach: Die Teilnehmer müssen etwas entwickeln, das ein Problem löst – egal, ob gross oder klein. Die Problemlösung kann gerne unkonventionell, elegant und kreativ sein.

Die Auszeichnung richtet sich an Studierende der Ingenieurwissenschaften und der Fachbereiche Produktgestaltung und Industriedesign und frische Absolventen dieser Fachrichtungen, die ihre Arbeiten einreichen können. Für den diesjährigen Award können Interessierte ihre Arbeiten noch bis zum 20. Juli 2017 einreichen.

Eco Helmet gewinnt 2016

Bemerkenswert und dennoch einfach

Designer und Unternehmensgründer James Dyson erklärt: „Es gibt immer eine noch bessere Lösung für ein Problem. Ingenieure sind unkonventionell und haben brillante Ideen. Bei unserem Award suchen wir nach bemerkenswerten und dennoch einfachen Designs, die das Potenzial haben, die Gesellschaft zu beeinflussen. Ich bin jedes Jahr von den Ideen begeistert.“

Die Gewinnerprojekte aus den Vorjahren haben sich unter anderem mit den Problemen der Überfischung beschäftigt, mit dem Transport von Impfstoffen in Entwicklungsländern, mit der weltweiten Nahrungsmittelverschwendung und der Sterblichkeitsrate von Frühgeborenen.

Faltbarer Fahrradhelm gewinnt Award 2016

Das Siegerprojekt im vergangenen Jahr auf internationaler Ebene war der Eco Helmet – ein faltbarer Fahrradhelm, der eine einzigartige wabenförmige Konfiguration nutzt, um den Kopf vor Stössen zu schützen. Er kann flach zusammengefaltet werden, wenn er nicht in Gebrauch ist und wird aus vollständig recycelbaren Materialien hergestellt. Da Leihradangebote weltweit zunehmen, ist das leichte und praktische Design des Helms eine gute Option für Radfahrer in Städten, wo Verkehrsunfälle häufig sind und Kopfverletzungen tödlich sein könnten. Durch das Preisgeld von 35.000 Euro konnte die Entwicklerin den Helm inzwischen bis zur Marktreife vorantreiben.

Neben dem internationalen Preis gibt es in allen 23 teilnehmenden Ländern (auch die Schweiz) einen nationalen Preis, der letztes Jahr in Deutschland an das Produkt Mamelle ging – ein Messgerät, das Euterentzündungen bei Milchkühen schneller diagnostizieren kann. Das Messgerät hilft, eine schnellere Diagnose zu bekommen und das kranke Tier schneller medizinisch behandeln zu können. Der nationale Gewinner erhält ein Preisgeld von 2250 Euro.

Ausgewählt werden die Gewinner von einer Fachjury. Die nationalen Ggewinner werden Anfang September bekanntgegeben. Aus den Siegern ernennt der Firmengründer James Dyson dann bis Ende Oktober einen internationalen Gewinner. (kj)

Dieser Beitag erschien zuerst auf unserem SchwesterportalKonstruktionspraxis

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