Brennstoffzellen-Stapler erstmals im Angebot

 

01.03.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

Mit der Auslieferung von zwei Brennstoffzellen-Staplern an die Linde Gases Division - ein Geschäftsbereich des Technologiekonzerns The Linde Group - hat Linde Material Handling einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Nutzung innovativer Antriebstechniken realisiert. Der Flurförderzeughersteller nimmt als nach seinen Angaben erster in Europa die Brennstoffzellengeräte ab sofort in sein Produktportfolio auf.


Bei der Linde Gas Division in Pullach bei München sind zwei Brennstoffzellenstapler im Einsatz. Sie tragen das CE-Kennzeichen und sind für den Strassenverkehr zugelassen.
Beide der ausgelieferten Brennstoffzellengeräte basieren auf dem 3-Tonnen Elektro-Gegengewichtstapler des Typs E30. Die verwendete erhöhte Version bietet zusätzlich eine optimierte Sicht über die Last hinweg. Statt der üblicherweise verbauten 80 Volt Batterie verfügen diese beiden Stapler über eine Brennstoffzelle und einen Tank, in dem 1,6 kg gasförmiger Wasserstoff bei 350 bar gespeichert wird. Der aus dem Wasserstoff gewonnene Strom versorgt die Elektromotoren, die den Stapler antreiben. Daneben übernehmen so genannte Supercaps, grosse Kondensatoren, die Funktion eines Zwischenspeichers und decken Leistungsspitzen ab, wie sie beispielsweise beim Anfahren oder Heben auftreten. Die Fahrzeuge tragen das CE-Kennzeichen und sind darüber hinaus für den Strassenverkehr zugelassen. Bei den Leistungsdaten steht das speziell auf die Kundenwünsche zugeschnittene Fahrzeug seinem Pendant mit Batterie aus der Serie in nichts nach.
Problemlose Betankung

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Entwickelt wurden die Brennstoffzellen-Stapler in den letzten zwei Jahren, gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem kanadischen Brennstoffzellenhersteller Hydrogenics. Daneben hat der in Garching bei München ansässige Linde-Vertragspartner Gruma Nutzfahrzeuge GmbH das Projekt von Beginn an begleitet und ist für alle Fragen rund um Service und Wartung der Geräte verantwortlich.
Einer der Stapler wird bei Linde Gas für den Transport von Gasflaschen zwischen Produktionshalle und Lkw-Verladeplatz eingesetzt, wobei eine öffentliche Strasse überquert werden muss. Der zweite Brennstoffzellenstapler ist im Bereich der Gasflaschenbefüllung tätig. Beide Stapler ersetzen Dieselstapler mit 3,5 Tonnen Tragfähigkeit, die bisher für diese Tätigkeiten verwendet wurden. Die Betankung der Brennstoffzellenstapler erfolgt schnell und sicher an der Zapfsäule des eigenen Wasserstoffzentrums und ist somit vergleichbar mit einer herkömmlichen PW-Betankung.
Vorteil: Null Emissionen
Die Vorteile des Brennstoffzellenantriebs liegen für Linde in den Null Emissionen, die diese Geräte im Einsatz produzieren. Denn das Abfallprodukt der Aufspaltung von Wasserstoffmolekülen ist reines Wasser. Weitere Vorteile der Brennstoffzelle gegenüber anderen Antriebskonzepten ergeben sich durch den Wegfall des Batteriewechsels beziehungsweise des über mehrere Stunden dauernden Batterie-Ladevorgangs. Das Gleiche gilt für das von Batteriesäuren ausgehende Sicherheitsrisiko. Um die Stapler bedienen zu können, benötigen die Fahrer neben dem Besitz eines gültigen Staplerscheins lediglich eine anderthalbstündige Fahrzeugeinweisung, um den zukunftsweisenden Stapler bedienen zu dürfen.
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