Stucki weg - Interessenten bleiben

Marenco Swisshelicopter verbucht 100. potentiellen Käufer

| Redakteur: Sergio Care

100 potentielle Käufer und zwei Bestellungen: So sieht es bei Marenco Swisshelicopters aus. Auslieferung ist für 2018 vorgesehen.
Bildergalerie: 3 Bilder
100 potentielle Käufer und zwei Bestellungen: So sieht es bei Marenco Swisshelicopters aus. Auslieferung ist für 2018 vorgesehen. (Bild: Marenco)

Firmen zum Thema

100 potentielle Käufer und zwei Bestellungen: So sieht es bei Marenco Swisshelicopters aus. Auslieferung ist für 2018 vorgesehen.

Marenco Swisshelicopter (MSH) verbucht an der HeliExpo in Dallas die 100. Absichtserklärung. Viele Interessenten besuchten den MSH Stand, um die neusten Test- und Entwicklungsnachrichten rund um den SKYe SH09, ein Mehrzweckhelikopter in der 2,5 Tonnen-Klasse, zu erhalten. Marenco hinkt jedoch in der Entwicklung hinter dem ursprünglichen Zeitplan her. Die Auslieferung des ersten Helikopters ist derzeit für 2018 vorgesehen.

Marenco wurde 2007 mit dem Zweck gegründet, eine neuen Turbinenhelikopter zu entwickeln und letzten Endes auch herzustellen. Mit dieser Vision, hat das Unternehmen mit Sitz in Mollis im Kanton Glarus, den SKYe SH09 entwickelt. Mittlerweile beschäftigt MSH 150 Mitarbeiter - ohne je ein Heli ausgeliefert zu haben. Schlagzeilen macht das KMU Ende 2016 mit dem Abgang von Visionär und Gründer Martin Stucki. Laut Recherchen des Wirtschaftsmagazins Bilanz stritten sich Stucki und Marina Grönberg, die Statthalterin des russischen MSH-Mehrheitsaktionärs Alexander Mamut. Der Ingenieur Stucki habe einen Alleinführungsanspruch gehabt. Insbesondere mit dem Marketingvorstand Mathias Sénès habe es regelmässig Streit gegeben. Dazu kommt, dass die Kosten explodierten. Mittlerweile werden diesen auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt.

Neuer CEO nach Stucki wurde Andreas Löwenstein. Der gebürtige Deutsche mit französischem Pass war Topmanager beim Luftfahrtkonzern EADS und später beim französischen Rüstungskonzern DCNS. Mit ihm will Hauptaktionär Mamut das Projekt weiterführen. Laut interner Planungen soll die Zertifizierung des neuen Hubschraubers für den europäischen Markt bis Ende 2017 vorliegen. MSH hofft, dass dann die 100 potenziellen Käufer ihre Absichtserklärungen in verbindliche Bestellungen wandeln. Pro Bestellung sind dann 3 Mio. vom Käufer fällig. -sc-

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44599269 / Wirtschaft )