Kleinigkeiten für
die Medizintechnik

 

10.12.2009 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Die Abteilung Feinwerktechnik des Instituts für Mikrotechnik in Mainz arbeitet eng mit Werkzeugmaschinen-Herstellern, mit Neurochirurgen und der Physikalisch-Technischen Prüfanstalt (PTB) in Braunschweig zusammen. Das vom Institut mitentwickelte «erosive» Drehen ermöglicht die Produktion von Hirnsonden mit einem Durchmesser von 0,5 Millimetern.


Die Mainzer haben im Jahr 2007 ein EDM-Kompetenzzentrum gegründet, in dem sie gängige Verfahren (im Bild Senkerodieren) unter die Lupe nehmen.
Vor knapp zwei Jahrzehnten gründete das Land Rheinland-Pfalz das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) - ein Name, der heute schon nicht mehr hundertprozentig zutrifft. Eigentlich könnte es auch Institut für Nano-Mikrotechnik heissen, denn das IMM verschiebt in der Feinwerktechnik Jahr für Jahr seine Technologiegrenzen. Das heisst: Das Institut entwickelt und erzeugt mittlerweile bewegliche Bauteile, die kleiner als ein Millimeter ausfallen - bei einer Genauigkeit von einem Tausendstelmillimeter (Mikrometer). In der Abteilung Feinwerktechnik unter Diplom-Ingenieur Frank Neumann entstehen sogar auf Bruchteile von Mikrometern genaue Oberflächen, die ein Polieren überflüssig machen.

Hirnsonden der fünften Generation

Ärzte regten die Rheinland-Pfälzer zu einer besonderen Entwicklung an: Das IMM erzeugt Hirnsonden, die Gehirnströme messen und Energie zum Veröden einleiten können. Die Sonden der fünften Generation sind bis zu 300 Millimeter lang, und sie besitzen mittlerweile einen Durchmesser von nur noch 0,5 Millimetern. In der Spitze befinden sich 30 Elektroden, die mit der integrierten Elektronik verbunden sind. Die Chirurgen können damit extrem präzise Positionen anfahren. Die Resonanz fiel gut aus. Die Neurochirurgen sagten uns: «Endlich gibt es mal ein Gerät, mit dem wir testen und arbeiten können», freut sich Abteilungsleiter Neumann.

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