Metall-Laserschmelzen

Laserschmelzanlage für Titan

| Redakteur: Anne Richter

Dentalanwendung aus Rematitan CL von Dentaurum: Hervorstechend ist insbesondere die hohe Materialdichte, die für die hohen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Giessteilen bietet.
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Dentalanwendung aus Rematitan CL von Dentaurum: Hervorstechend ist insbesondere die hohe Materialdichte, die für die hohen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Giessteilen bietet. (Bild: Concept Laser)

>> Concept Laser stellt neue Metall-Laserschmelzanlage Mlab cusing R für Titananwendungen vor. Die Anlage wurde zur wirtschaftlichen Herstellung von filigranen Dentalprodukten und Medizinalimplantaten sowie für medizintechnische Instrumente aus Titan entwickelt.

ari. Die Kleinanlagen der Mlab-cusing-Familie bieten Anwendern den Einstieg in die «Fliegengewichtsklasse» des Laserschmelzens mit Metallen. Generell erschliessen die Mlab-cusing-Anlagen seit ihrer Einführung Anfang 2011 das Marktsegment für kleine filigrane Bauteile unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Die neue Mlab cusing R erweitert jetzt das bisherige Materialspektrum auch auf Titan und Titanlegierungen. Die Besonderheit der Mlab cusing R ist das Schubladen-Prinzip mit einem so genannten Gloveboxwagen zur sicheren Handhabung des Materials. Das patentierte Schubladen-Prinzip von Concept Laser ermöglicht einen schnellen Materialwechsel ohne das Risiko der Kontaminierung von Pulverwerkstoffen.

Hohe Qualität bei kurzer Lieferzeit

Das generative Verfahren stellt einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung dar. Lunker, Ausschuss und hoher Nacharbeitsaufwand, wie sie beim Giessverfahren auftreten können, gehören der Vergangenheit an. Die Mlab cusing vereint in hohem Masse Geometriefreiheit, Qualität und erhöhte Materialdichte. Aber gerade unter zeitlichen Gesichtspunkten ist das Metall-Laserschmelzen ein höchst zeitgemässes Verfahren: Im Gegensatz zum klassischen Giessverfahren bietet es den Vorteil, den vollautomatischen, generativen Fertigungsprozess jederzeit, auch nachts, ablaufen zu lassen. So kann der Auftrag schon am nächsten Tag an den Kunden ausgeliefert werden. Metall-Laserschmelzen bedeutet: Konstant hohe Qualität bei kurzer Lieferzeit in einem standardisierten Fertigungsprozess mit herausragender Reproduzierbarkeit.

Schneller Wechsel des Materials

Das Konzept der Mlab cusing R eignet sich ideal zur Herstellung von Bauteilen mit filigranen Strukturen aus Titan. Es bietet perfekte Optik und Strukturen, wenn es auf hohe Oberflächenqualität und feinste Bauteilstrukturen ankommt. Die Mlab cusing bietet äusserst kompakte Abmessungen mit 705 x 1848 x 1220 mm (BxHxT) bei einem Gewicht von 500 kg. Eine Besonderheit der Mlab cusing R ist das Schubladen-Prinzip mit einem so genannten Gloveboxwagen für ein sicheres Pulverhandling.

Das Arbeitsprinzip ist äusserst praktisch und einfach: Der Gloveboxwagen wird zum Be- bzw. Entladevorgang an der Maschine angedockt. Das Baumodul kann durch das Schubladenprinzip einfach in die Glovebox herausgezogen werden. Anschliessend wird die Glovebox mit Argon geflutet, bis der Sauerstoffgehalt gegen null geht. Über die Gloveboxhandschuhe erfolgt der Eingriff des Bedieners in die Baukammer, um den Beladevorgang bzw. die Bauteilentnahme durchzuführen. Nach Beendigung des Vorgangs wird das Baumodul wieder in die Maschine eingezogen und abschliessend der Gloveboxwagen abgedockt.

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Die neue Mlab cusing R im Überblick
 
Pluspunkte bei der Werkstoffwahl

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