Spannmittel

Modulare Spanntechnik erhöht Produktivstunden

| Redakteur: Luca Meister

Wechselpalette (500 x 500 mm) mit einem «Gressel-Spannturm 4-fach» und darauf aufgebaut vier NC-Schnellspannsysteme «Gripos».
Bildergalerie: 6 Bilder
Wechselpalette (500 x 500 mm) mit einem «Gressel-Spannturm 4-fach» und darauf aufgebaut vier NC-Schnellspannsysteme «Gripos». (Bild: Schubert)

Minimierte Nebenzeiten und mehr Flexibilität: Der Zerspanungs-Spezialist Schubert Fertigungstechnik GmbH realisiert dank modularer Werkstück-Spanntechnik von Gressel die dreischichtige Bearbeitung von Einzel- und Serienteilen.

Stückzahlflexible Variantenfertigung von anspruchsvollen mechanischen Bauteilen für Verpackungsmaschinen und mehr – so ungefähr lässt sich das heutige Aufgabengebiet der mittelständischen Schubert Fertigungstechnik GmbH im schwäbischen Bartholomä umschreiben. Doch dem war nicht immer so. Denn im Ursprung, nämlich ab 1966 und noch lange Jahre danach, beschäftigte sich der Betrieb vor allem mit dem Bau von Maschinen zum Verpacken unterschiedlichster Produkte. Gegründet von Otto Höfliger als Zweigwerk seines in Waiblingen angesiedelten Unternehmens, ging der Betrieb dann an die Sparte Verpackungsmaschinen der Robert Bosch GmbH und 1977 als Gemeinschaftsunternehmen in den Besitz der Crailsheimer Gerhard Schubert GmbH und der Heidenheimer Carl Edelmann GmbH über, bevor die Gerhard Schubert GmbH die Mehrheit übernahm.

Seither fokussierte man sich mehr und mehr auf die Teilefertigung und stellt den Kunden Zerspanungs-Kompetenz zur Verfügung. Die Kunden kommen wie gehabt aus dem Bereich Verpackungstechnik, aber auch verstärkt aus anderen Branchen wie Luftfahrtindustrie und Medizintechnik/Augenoptik, für die das als Schubert Fertigungstechnik GmbH firmierende Unternehmen heute «Präzision bis ins Detail» bietet. Manfred Grieser, geschäftsführender Gesellschafter der aktuell mehr als 80 Fachleute zählenden Schubert Fertigungstechnik GmbH, führt dazu aus: «Als reines Lohn- und Dienstleistungsunternehmen konzentrieren wir uns auf die Teilefertigung sowie auf die neubegonnene Baugruppen-Montage. Etwa 80 Prozent der Leistungen gehen in die Verpackungstechnik, wobei wir uns hier als Lieferant der Schubert-Gruppe natürlich auch dem Wettbewerb gegen externe Lieferanten stellen müssen. Wir setzen deshalb auf einen hohen Ausbildungs- und Qualifikationsstand unserer Mitarbeitenden, legen mit anhaltender rund 15-Prozent-Quote sehr viel Wert auf die eigene Fachkräfte-­Ausbildung und nutzen einen hochmodernen Maschinen­park, in den wir jährlich viel Geld investieren.»

Dass sich diese Strategie langfristig auszahlt, ist nicht zuletzt daran abzulesen, dass Schubert Fertigungstechnik innerhalb der ganzen Schubert-­Gruppe als Kompetenzzentrum Fertigungstechnik angesehen wird, dem man mehr denn je sehr anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben überträgt.

Vom Spannstock zum modularen Spanntechnik-Baukasten

Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille. Denn um die Zerspanungs- und Fertigungsprozesse effizient und wirtschaftlich gestalten zu können, braucht es neben qualitativem und leistungsfähigem Equipment in Bearbeitung und Qualitätssicherung auch eine permanente Prozessoptimierung. Und hier gehen die Verantwortlichen von Schubert Fertigungstechnik seit etwa 2008 konsequent eigene Wege, wie sich anhand der Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Werkstück-Spanntechnik Gressel ziemlich eindrucksvoll belegen lässt.

Genügten den Praktikern Manfred Grieser und Bernd Fuchs, technischer Leiter, jahrelang herkömmliche Spannmittel wie z. B. Standard-Spannstöcke, so erwiesen sich diese trotz Anpassungen immer wieder als zu unflexibel und zu unhandlich, um den steigenden Anforderungen an Rüst-/Umrüst-, Anwendungs-/Einsatz- sowie auch Nutzungs-Flexibilität zu genügen. Dies galt insbesondere im Verbund mit neu beschafften CNC-Horizontal-Bearbeitungszentren, sodass die Suche nach Spanntechnik-Alternativen gestartet wurde. Markus Lau, Vertriebsleiter der Gressel AG, meinte dazu: «Gemeinsam wurde die Spanntechnik auf den Prüfstand gestellt und darauf aufbauend dann ein Konzept zur künftigen spanntechnischen Ausrüstung entwickelt. Hierbei kam unser modularer Baukasten zum Tragen, der sich immer wieder und weiter bewährt und wie ein roter Faden durch alle zerspanungstechnischen Bearbeitungsanforderungen zieht. Ob Maschinen-Spannstöcke ‹Gripos› zur flexiblen Einzelbearbeitung oder für Pendel-Aufspannungen bzw. -bearbeitungen, ob Turmaufbauten für Wechselpaletten, die wahlweise mit Doppelspannern ‹Duogrip› oder mit NC-­Schnellspannsystemen Gripos bestückt sind, oder ob Einfach- und Mehrfach-Spanner ‹Multigrip› sowie Zentrischspanner ‹Centrinos› und der Kleinteile-­Spanner ‹Solinos›, durch die vielen Baugrössen und Wechselbacken-Ausführungen sind wir in der Lage, auf der Grundlage des Standard-Baukastens den weitaus grössten Teil des Bearbeitungs-Spektrums abzudecken.»

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44682575 / Zulieferer)