EMO 2017

Multitasking-Maschinen, Smart Factory Solutions

| Redakteur: Anne Richter

Die Fertigung für die Luftfahrtindustrie zählt zu den wichtigsten Märkten für Okuma.
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Die Fertigung für die Luftfahrtindustrie zählt zu den wichtigsten Märkten für Okuma. (Bild: Okuma)

Okuma wird auf der EMO Hannover als Neuheit die Super-Multitasking-Maschinen der Laser-Ex-Serie für Dreh- und Fräsoperationen, Laserhärten und additive Fertigung vorstellen. Hinzu kommen Smart-Factory-Applikationen sowie Automatisierungstechnologien für mehr Effizienz.

Der CNC-Komplettanbieter Okuma, in der Schweiz vertreten durch die Suvema AG, wird auf der EMO Hannover seine neuesten Werkzeugmaschinen und Bearbeitungslösungen für mehr Konnektivität und Produktivität ausstellen. Unter den 16 Maschinen finden sich acht Europapremieren, darunter die Super-​Multitasking-Maschinen der Laser-Ex-Serie für Dreh- und Fräsoperationen, Laserhärten und additive Fertigung.

Lasergestütztes Super-Multitasking

Die Laser-Ex-Serie von Okuma beinhaltet die weltweit ersten «Done-on-one»-Maschinen. Das vertikale 5-Achsen-Bearbeitungszentrum MU-6300V Laser Ex fräst, dreht, schleift und ermöglicht Laser­auftragsschweissen («Laser Metal Deposition» – LMD) sowie Wärmebehandlung für Werkstücke unterschiedlichster Grösse und Form. Das Härten an der Maschine ist schneller und verursacht weit weniger Verformungen als konventionelle Verfahren, was für massgeblich mehr Genauigkeit und einen höheren Durchsatz sorgt. Auch bei einer längeren Prozessdauer gewährleistet der hochwertige Trumpf-Scheibenlaser stabile Laser-Bearbeitung für hochauflösende additive Fertigung.

Die Dreh-/Fräszentren der Multus-Serie von Okuma sind bekannt für ihre Präzision. Die Multus U5000 wurde für die leistungsintensive Zerspanung bei geringen Spindelgeschwindigkeiten entwickelt. Das extrem hohe Drehmoment maximiert die Effizienz in der Fertigung. Die Multitasking-Maschine ist prädestiniert für mittlere und grosse Werkstücke sowie schwer zerspanbare Materialien wie Titan und Inconel. Auch das Feinschleifen zählt zu den vielen Features des neuen Modells. Mit der laserbestückten Variante setzt Okuma in Sachen Multitasking Massstäbe. So erlaubt die Multus U5000 Laser Ex zusätzlich Laserbearbeitungen vom Auftragen von Schutzschichten bis zum Laserauftragsschweissen. Auf der EMO wird Okuma das lasergestützte Härten an der Maschine demonstrieren.

Smarte Linienfertigung mit minimalem Fussabdruck

Mit dem vertikalen 5-Achsen-Bearbeitungszentrum MU-S600V ermöglicht Okuma 5-Seiten-Bearbeitung auf kleinstem Raum. Bei einer Breite von 1400 mm bearbeitet die Maschine Werkstücke mit bis zu 600 mm Durchmesser. Um ein hohes Mass an Automatisierung zu gewährleisten, können mehrere Modelle des Typs zu einer kompakten Fertigungslinie verbunden werden. Durch den automatisierten Transfer eines Werkstücks von einer Maschine zur nächsten lassen sich Stillstandzeiten zwischen einzelnen Bearbeitungsschritten reduzieren. Die Linienanordnung ist leicht anpassbar, um auf veränderte Produktionsformate oder Vorlaufzeiten zu reagieren. Auf der EMO wird Okuma zwei in einer vollautomatisierten Zelle verbundene MU-S600V mit Vision-System und Be- und Entladeroboter zeigen.

Weitreichendes Smart-Factory-Know-how

Intelligente Maschinen sind eine Komponente im IoT-Konzept von Okuma. Die Erkenntnisse aus der erfolgreichen Inbetriebnahme von nunmehr zwei IoT-gestützten «Dream Site»-Fabriken im japanischen Hauptquartier macht der Komplettanbieter nun auch Kunden zugänglich. Angetrieben von der neuesten mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Steuerungsgeneration erlauben die Smart Factory Solutions des Herstellers die vollständige Kontrolle über den gesamten Planungs- und Fertigungsprozess, um hohen Produktmixen und kürzeren Lieferzeiten zu begegnen. Der Okuma Machine Status Monitor verbindet nicht bloss Maschinen miteinander, sondern auch Fertigungsstätten auf der ganzen Welt und zeigt zu jedem Zeitpunkt ihre Verfügbarkeit an. Die Applikation visualisiert zudem den Maschinenstatus und sammelt, speichert und verarbeitet in Echtzeit Big Data wie z. B. Betriebsberichte oder die Alarmhistorie. Auf dieser Basis lassen sich Prozesse kontinuierlich optimieren. Die webbasierte Benutzeroberfläche kann von überall und von jedem Endgerät eingesehen werden – auch vom Smartphone. Auf der EMO wird Okuma seine ausgestellten Maschinen in einem Netzwerk verbinden und die Möglichkeiten von Smart Factory Solutions demonstrieren.

Automatisierung ist ein weiterer essenzieller Aspekt für Okuma. Etwa die Hälfte der ausgestellten Maschinen wird in Verbindung mit modernsten Automatisierungstechnologien gezeigt. Darunter werkseigene Erweiterungen wie automatische Palettenwechsler und der Okuma Gantry Loader sowie Spezialanwendungen mit den branchenführenden Robotern renommierter Okuma-Partner.

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