Swisstech 2016

Neue Ideen für die Smart Factory

| Redakteur: Luca Meister

Im Hintergrund aktueller Industrie-4.0-Konzepte zieht das zentrale ERP-System die Fäden.
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Im Hintergrund aktueller Industrie-4.0-Konzepte zieht das zentrale ERP-System die Fäden. (Bild: iStock)

Intelligent vernetzte Produktionsstrecken zusammen mit einer unternehmensübergreifenden Verzahnung von Geschäftsabläufen werden die Komponenten- und Systemfertigung nachhaltig verändern. Auf der Swisstech hat Proalpha kreative Anwendungen für hoch vernetzte Produktionsabläufe gezeigt.

Smart Production und Smart Services, Traceability oder Predictive Maintenance – die Idee einer intelligenten Vernetzung von der Fertigungsanlage bis zum Kunden hat konkrete Formen angenommen. Erste Vorzeigeprojekte mit messbarem Mehrwert zeigen mittelständischen Produktionsbetrieben neue Wege auf, um integrierte Fertigungskonzepte profitabel umzusetzen.

Im Hintergrund aktueller Industrie-4.0-Konzepte zieht das zentrale ERP-System die Fäden. Es steuert den vernetzten Produktionsprozess auf Basis von Rückmeldungen aus dem Shop Floor. Dabei nimmt es Statusmeldungen, Anforderungen oder Wartungsstände entgegen, zieht aus den Meldungen die richtigen Schlüsse und stösst Folgeprozesse an. In einem solchen Szenario ist vor allem die Integrationsfähigkeit einer ERP-Lösung gefragt. Sie muss in der Lage sein, lückenlose Kommunikationsprozesse zwischen Systemen aufzubauen, die sich aufgrund fehlender Standards selten direkt miteinander verbinden lassen.

Direkter Draht zwischen ERP und CAD

Wie eine solche Verzahnung aussehen kann, hat das Unternehmen Proalpha im Rahmen der Swisstech am Beispiel der Online-Integration «Proalpha CA-Link» gezeigt. Die Schnittstelle verbindet nahezu alle marktüblichen CAD-Systeme direkt mit der Software «Proalpha». Der Konstrukteur greift aus seiner gewohnten CAD-Anwendung heraus auf die zentrale Datenbasis des ERP-Systems zu. Hier findet er alle relevanten Teileinformationen wie zum Beispiel Masse, Verfügbarkeit oder Lieferzeiten. Gleichzeitig verwaltet CA-Link automatisch CAD-Modelle, technische Zeichnungen und Stücklisten. Die Konstruktionsdaten stehen so sämtlichen Abteilungen für nachfolgende Arbeitsschritte zur Verfügung. Unternehmensprozesse werden damit durchgängig und beschleunigt. Redundante Datenhaltung und wartungsintensive Schnittstellen entfallen.

Mit dem integrierten «Proalpha Viewer» teilen Konstrukteure dabei ihr CAD-Modell in 3D mit Kollegen und Partnern, selbst wenn diese keinen CAD-Arbeitsplatz haben. Mit wenigen Klicks blenden Anwender Komponenten ein oder aus, verändern die Perspektive oder entnehmen Bemassungen. Die Arbeit mit interaktiven Grafiken vereinfacht und beschleunigt Prozesse in vielen Abteilungen. Sie sind ideal für Montageprozesse, damit Monteure einen Eindruck gewinnen, wie verschiedene Teile zusammengefügt werden müssen. Der Viewer eignet sich für Einkäufer, die Fragen von Zulieferern mit einem Blick beantworten können, oder für Servicetechniker, die bei einer Anlage ein Ersatzteil austauschen sollen.

Neue Version: Erhöhte Transparenz

Auf der Swisstech hat Proalpha zudem Einblick in die neue Version 6.2 seiner ERP-Lösung gegeben. Sie enthält zahlreiche neue Funktionalitäten und bietet dem Kunden vor allem mehr Flexibilität sowie Genauigkeit bei der Analyse und Bewertung der Ergebnisse. Proalpha 6.2 erhöht die Transparenz im Unternehmen unter anderem durch mehrdimensionale Analysen mit Hilfe flexiblerer Ergebnisrechnung, einen CAD Viewer, mobile Anwendungen für die Lagerlogistik und das automatische Bearbeiten und Versenden von Belegen. -mei- SMM

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