Eine Ära geht zu Ende

Pilatus stellt Produktion des Porter PC-6 ein

| Redakteur: Sergio Caré

Die PC-6 Porter entstand aus einer privaten Initiative der Pilatus Flugzeugwerke als Arbeitsflugzeug mit Kurzstarteigenschaften (STOL). Grundlage für die Konstruktion war die Pilatus P-4, die als Prototyp im Jahre 1948 flog und bereits eine sehr ähnliche Auslegung wie die PC-6 hatte. Die Entwicklungsarbeiten am Porter wurden 1957 aufgenommen.
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Die PC-6 Porter entstand aus einer privaten Initiative der Pilatus Flugzeugwerke als Arbeitsflugzeug mit Kurzstarteigenschaften (STOL). Grundlage für die Konstruktion war die Pilatus P-4, die als Prototyp im Jahre 1948 flog und bereits eine sehr ähnliche Auslegung wie die PC-6 hatte. Die Entwicklungsarbeiten am Porter wurden 1957 aufgenommen. (Bild: Pilatus Aircraft)

Er hat den Namen Pilatus weltweit berühmt gemacht – der Pilatus Porter PC-6. Nun neigt sich seine Zeit dem Ende zu. Bis Mitte 2018 können noch limitiert Flugzeuge bestellt werden. Die Firma beabsichtigt zudem, bestehenden Kunden noch 20 Jahre Support zu bieten.

Er hat den Namen Pilatus weltweit berühmt gemacht – der Pilatus Porter PC-6. Seine Kurzstart- und Landeeigenschaften und seine Vielseitigkeit haben wahren bezeichnend für den robusten «Alleskönner». Die Flugzeuge flogen zahlreiche Material- und Personentransporte mit voller Nutzlast bis auf eine Höhe von 5700 Meter über Meer – ein Guinnes-Buch-Weltrekord, der bis heute andauert.

Das Mehrzweckflugzeug wurde seit 1959 kontinuierlich in Stans produziert. Zusätzlich wurden Seit 1965 knapp 100 Maschinen vom amerikanischen Unternehmen Fairchild-Hiller unter Lizenz in den USA produziert. Von den bis heute 595 gebauten Exemplaren sind zurzeit noch mindestens 267 Flugzeuge, überwiegend in der Version mit Turboprop-Motor, in 63 Ländern im Einsatz.Anfangs 2019 wird die Produktion nach 60 Jahren eingestellt. Der PC-6 gehört damit zu den am längsten produzierten Flugzeugen der Welt überhaupt.

Anpassung des Produktportfolios

«Ich bin stolz, dass Pilatus den PC-6 im Produktportfolio geführt hat, denn dank diesem Flugzeug wurden wir weltweit berühmt. Wir müssen jedoch den Tatsachen ins Auge schauen und eingestehen, dass jedes Produkt einen Lebenszyklus hat, welcher irgendwann zu Ende geht. Beim PC-6 ist das nun der Fall», sagt Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk. Aufgrund des hohen Alters und stetig wachsenden Zertifizierungsanforderungen sei die Weiterentwicklung des PC-6 heute nur noch sehr bedingt möglich. «Aber ich schaue stets in die Zukunft und wir freuen uns nun auf die bevorstehende Markteinführung des PC-24 Super Versatile Jets, welcher die Ursprungswerte des PC-6 innehat und zukünftig weitertragen wird», erklärt Schwenk weiter. Mit dem aktuell Aufbau der Serienproduktion des neuen Flugzeugtyps in Stans, wurde entschieden, dass die Porter nicht mehr ins Produktportfolio passt und die Herstellung nach 60 Jahren eingestellt werden soll.

Eintrag ins Guinnes-Buch der Rekorde

Am 12. März 1960 startete der erste Prototyp zu einer Reise nach Nepal. Getauft auf den Namen «Yeti», leistete er mit den Piloten Ernst Saxer und Emil Wick Dienste für die Schweizer Dhaulagiri-Expedition im Himalaya. Der Porter flog zahlreiche Material- und Personentransporte mit voller Nutzlast bis auf eine Höhe von 5700 m über Meer und erhielt dafür einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die höchstgelegene Landung, die je von einem Starrflügel-Flugzeug durchgeführt wurde.

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