Sensorik

Winkelerfassung in extremen Umgebungsbedingungen

| Redakteur: Hermann Jörg

Bei schweren Sonderfahrzeugen im Ausseneinsatz wird der elektronikfreie, einfache Aufbau potentiometrischer Winkelaufnehmer geschätzt.
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Bei schweren Sonderfahrzeugen im Ausseneinsatz wird der elektronikfreie, einfache Aufbau potentiometrischer Winkelaufnehmer geschätzt. (Bild: Kinetronic)

Je rauer die Umgebungsbedingungen, desto höher die Anforderungen an die Technik. Das gilt auch für die eingesetzten Winkelaufnehmer. Diese sind beispielsweise in mobilen Anwendungen Feuchtigkeit, Salzen und Erschütterungen ausgesetzt. Hier müssen sie nicht nur ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unter Beweis stellen, sondern präzise Messergebnisse liefern.

Sensoren auf Potentiometerbasis sind wegen ihres günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses in vielen automotiven, mobilen und industriellen Anwendungsbereichen weit verbreitet und daran wird sich wohl auch in absehbarer Zukunft nichts ändern. Schliesslich lassen sich vergleichbare Messgeschwindigkeiten, Temperaturbereiche, Auflösungen, Linearitäts- und Hysteresewerte sonst nur mit deutlich höherem Aufwand erreichen. Potentiometrische Weg- und Winkelmesser haben deshalb vermutlich einen grösseren Marktanteil als alle alternativen Techniken zusammen. Das gilt besonders für Bereiche, bei denen mit extremen Umgebungsbedingungen zu rechnen ist.

Die Firma Kinetronic etwa, die schon seit 1995 zu den Spezialisten für elektronisch-hydraulische Regelungstechnik bei Sonderfahrzeuge gehört, liefert dafür ein gutes Beispiel. Hier weiss man besonders den elektronikfreien Aufbau potentiometrischer Winkelaufnehmer zu schätzen. «Weniger Komponenten bedeuten immer auch weniger potentielle Fehlerquellen, vor allem wenn es ruppig zu- und hergeht», erläutert Thomas Wecker, Geschäftsführer der Kinetronic GmbH. «Auch das EMV-unkritische Verhalten kommt unseren Anwendungen im schweren Fahrzeugbau entgegen und im Hinblick auf ihre Lebenserwartung punkten qualitativ hochwertige Leitplastikpotentiometer heute allemal», so Wecker weiter.

Die Leitplastikpotentiometer aus dem Hause Novotechnik sind ausgelegt für mehr als 100 Mio. Bewegungszyklen und haben dies auch unter extremen Bedingungen unter Beweis gestellt. Wecker ergänzt: «Schon seit unseren Anfängen arbeiten wir deshalb mit diesen Sensorikspezialisten zusammen und setzen in unseren robusten Winkelaufnehmern der Serie PWG ausschliesslich Leitplastikpisten und Mehrfingerschleifer dieses Herstellers ein.»

Robuste, langlebige Präzisionspotentiometer

Speziell für Anwendungen, bei denen mit extremen Umgebungsbedingungen zu rechnen ist, hat Novotechnik gleich mehrere Leitplastikpotentiometer in besonders robusten Bauformen im Programm. Ein typisches Beispiel dafür ist das Industriepotentiometer der Baureihe IPS6000. Diese robuste Ausführung eines Präzisionspotentiometers, das mit einer Linearität von standardmässig 0,1 % arbeitet, hat sich sowohl in industriellen Anlagen als auch im Schwermaschinenbau bewährt.

Gleiches gilt für die Getriebepotentiometer der Baureihe IGP. Sie arbeiten mit einer Getriebeuntersetzung von 3:1, 5:1 oder 10:1. Ein Drehwinkel von maximal 3800 Grad wird auf ein Präzisionsleitplastikpotentiometer übertragen und in ein proportionales Spannungssignal umgeformt. Das Gussgehäuse ist wassergeschützt, das einstufige geradverzahnte Getriebe besonders spielarm. Die kräftige Lagerung erlaubt eine hohe Wellen-Radiallast; Ritzel, Zahnriemen oder Kettenräder können direkt montiert werden.

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