Metrohm AG setzt auf Hochleistungswerkzeuge der Vischer & Bolli AG

«Wir müssen die Prozesse am Limit fahren»

| Autor / Redakteur: Matthias Böhm, Chefredaktor SMM / Böhm

Die OSG-Werkzeuge werden bei der Metrohm AG aufgrund der exzellenten Qualität und der sich daraus ergebenden Prozesssicherheit eingesetzt.
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Die OSG-Werkzeuge werden bei der Metrohm AG aufgrund der exzellenten Qualität und der sich daraus ergebenden Prozesssicherheit eingesetzt. (Bild: Matthias Böhm)

Der SMM-Redaktion bot sich die Möglichkeit, gemeinsam mit den Fertigungsspezialisten der Vischer & Bolli AG Einblick in die Produktion der Metrohm AG zu erhalten. Richard Rechsteiner, Teamleiter Fräsen, zeigte auf, welche Besonderheiten es beim Fertigen von Präzisionswerkstücken für die Analysegeräte der Metrohm AG gibt.

Die Metrohm AG – Hauptsitz in Herisau – ist einer der weltweit grössten Hersteller von Präzisionsinstrumenten für die chemische Analytik. Das Unternehmen ist in mehr als 80 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und exklusiven Vertriebspartnern präsent.

Der Gründer der heutigen Metrohm AG ist ein Pionier ohnegleichen. Er gründete nicht nur die Metrohm AG, er war auch Mitgründer von Studer-​Revox. Im Studiotonaufzeichnungssektor waren die 24-Spur-Bänder von Studer-Revox der Rolls Royce aller Aufzeichnungsgeräte.

Zur Metrohm-Gruppe gehören auch Metrohm Applikon und Metrohm Autolab, Hersteller von Online-Analysegeräten und Instrumenten für die elektrochemische Forschung. Grundstein der Analytikmethoden ist die Ionenanalytik. Fast alle fertigungstechnischen Bauteile für die Metrohm-Gruppe werden zentral in Herisau gefertigt.

Entscheidend ist der hohe Qualitätsstandard

Warum das so ist, erklärt Richard Rechsteiner (Teamleiter Fräsen, Metrohm AG) wie folgt: «Ganz entscheidend ist in unserem Bereich der hohe Qualitätsstandard der Bauteile, die in den Messgeräten verbaut werden. Unsere Geschäftsleitung hat einen Grundsatzentscheid getroffen, dass wir, wenn immer möglich, hier am Standort Herisau für die gesamte Metrohm-Gruppe fertigen. Wir verfügen hier am Standort über ein ausgezeichnetes Know-how und Qualitätsbewusstsein. Unsere Fertigungsqualität ist somit eine der Grundlagen des Erfolgs unseres Unternehmens. Die Qualität haben wir nur dann zu 100 Prozent im Griff, wenn wir die Bauteile hier am Standort selbst produzieren.»

Seit etwa zehn Jahren verfügt die Fertigungsabteilung über die gleiche Anzahl an Werkzeugmaschinen mit gleich vielen Mitarbeitern. Aber der Ausstoss steigt kontinuierlich, nicht zuletzt weil mannlose Schichten gefahren werden.

Richard Rechsteiner: «Hierfür setzten wir unter anderem auf Erowa-Handlinggeräte. Mittlerweile haben wir 15 Jahre Erfahrung in der automatisierten Fertigung. Heute sind wir so weit, dass wir sogar die schwierigen Teile in der Nacht mannlos fertigen. Das heisst aber auch, dass unsere Fertigungsmittel absolute Spitzenklasse sein müssen. Mit Fehlmann-WZM, Regofix-Spannmitteln und letztlich OSG-Hochleistungswerkzeugen, die letzteren beiden von Vischer & Bolli, sind wir immer ganz hervorragend unterwegs gewesen in den letzten Jahren.»

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50% der Fräsbauteile sind Kunststoffe

Typischerweise ist der Kunststoffanteil bei den Anwendungen in der Analysetechnik sehr hoch. Bei den Fräsanwendungen liegt er bei 50% Kunststoff- und 50% Aluminium-Anteil. Einige Kunststoffe sind zerspanungstechnisch eher unkritisch. Aber es gibt fertigungstechnische Besonderheiten zu beachten wie auch zum Teil sehr schwierig zu bearbeitende Kunststoffe wie kohlenstofflegierter Teflon. Letzterer ist extrem abrasiv, und das Verschleissverhalten der Werkzeuge ist ähnlich wie bei der Bearbeitung von Inconel.

Warum die Wahl in der Analysetechnik bei den Werkstoffen auf Kunststoffe fällt, ist relativ naheliegend. Denn Kunststoffe verfügen in den eingesetzten Bereichen zum Teil über erhebliche Vorteile bezüglich der chemischen Stabilität. Fertigungstechnisch bestehen zum Teil Vorteile, weil wegen der geringeren Festigkeiten höhere Schnittgeschwindigkeiten gefahren werden können. So liegt die Herstellzeit von PEEK etwa bei der Hälfte von Rostfrei-Werkstoffen. Von den Rohstoff-Kosten her ist PEEK dagegen tendenziell teurer als Chrom-Nickel-Stähle.

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