03.05.2010 | Redakteur: Redaktion SMM
"Künftig müssen metallverarbeitende Betriebe die Kosten für Risikomanagement und Hedging einpreisen oder die Stahlpreisschwankungen über Preisgleitklauseln in den Verträge weitergeben", sagt Armin Schmiedeberg. Für die Umstellung auf volatilere Stahlpreise empfiehlt Bain & Company der Metallindustrie fünf Massnahmen, um die neuen Risiken besser beherrschen zu können: 1) Eine enge Verzahnung von Vertrieb, Einkauf und Risikomanagement muss dafür sorgen, dass die Laufzeiten der Verträge mit Kunden und Stahllieferanten synchronisiert sind, um das Risiko durch Stahlpreisschwankungen zu begrenzen.2) Das verbleibende Risiko muss auf dem Finanzmarkt durch Hedging abgesichert werden und die Kosten dafür in die Preisgestaltung einfliessen.3) Für das Hedging benötigen vor allem Mittelständler völlig neues Know-how, das weit entfernt ist von ihrem Kerngeschäft und das sie erst aufbauen müssen.4) Ein zentrales Risikomanagement muss dafür sorgen, dass die eingegangenen Risiken für das Gesamtunternehmen in vertretbaren Grenzen bleiben. Zudem müssen Vorstände und Geschäftsführer jederzeit vollständige Transparenz über die Risikosituation haben, um bei Bedarf schnell gegensteuern zu können.5) Den durch diese Massnahmen entstehenden Mehrkosten muss frühzeitig mit Einsparungsprogrammen begegnet werden.Information www.bain.com
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