Jahresjubiläum: industrialboard.com

Ressourcenverschwendung im Maschinenbau

21.01.15 | Redakteur: Susanne Reinshagen

Industrialboard.com ist auf positive Resonanz gestossen. Viele Unternehmer und Händler freuen sich, dass es mit Industrialboard.com nun einen Weg gibt, Lagerbestände in Geld zu verwandeln.
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Industrialboard.com ist auf positive Resonanz gestossen. Viele Unternehmer und Händler freuen sich, dass es mit Industrialboard.com nun einen Weg gibt, Lagerbestände in Geld zu verwandeln. (Bild: Olaf Nörrenberg)

Der Online-Marktplatz Industrialboard.com wird 1 Jahr alt. Ihre Jahresbilanz zeigt: In puncto Lagerabverkauf besitzt die Industrie erhebliches Potential. Es wird weiterhin zu viel gehortet und verschrottet – zu Lasten von Liquidität, Materialressourcen und Lagerplatz. Die Industrie schadet sich mehrfach, weil sie einerseits Artikel und somit Ressourcen verschrottet und andererseits potentiellen Nutzern die Chance verwehrt, die Teile günstig und rasch zu beschaffen. Die Herren Beat Trösch und Stephan Gemke ziehen im Interview ihr Fazit über das erste Betriebsjahr.

SMM: Herr Trösch, Herr Gemke, Industrialboard.com wird bald ein Jahr alt. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Beat Trösch: Sehr gut. Wir sind durchwegs auf positive Resonanz gestossen. Rest- und Überbestände von Produkt- und Maschinenlinien sind ja vielen Unternehmern und Händlern ein Dorn im Auge und sie freuen sich, dass es mit Industrialboard.com nun einen Weg gibt, diese Bestände in Geld zu verwandeln.

Stephan Gemke: Man könnte es auch so ausdrücken: Bislang hat noch keiner der uns angeschlossenen Maschinenbauer bereut, mitzumachen. Die Zusatzerlöse und der frei gewordene Lagerplatz sind dafür zwei naheliegende Gründe, ein Dritter ist die Stärkung der Industrie als solches. Es werden schliesslich Komponenten verfügbar gemacht, die andernfalls verschrottet und so dem Markt entzogen würden.

Lässt sich dies quantifizieren?

Gemke: Wir haben viele verschiedene Lager gesehen und überall fanden sich durchschnittlich 100 neuwertige und funktionstüchtige, aber obsolet gewordene Industriegüter. Manchmal waren es auch 1000 Stück und mehr.Ähnliches gilt für dessen Verkaufswerte: Die Beträge reichen von fünf bis zu mehreren Tausend Schweizer Franken pro Stück. Sehr konservativ geschätzt, ergibt das ein hohes acht-, vielleicht sogar ein mittleres neunstelliges Volumen, dessen sich die Industrie, nur auf die Schweiz bezogen, selbst beraubt.

Darf sich das die Schweizer Industrie erlauben?

Ergänzendes zum Thema
 
Vorteile von Industrialboard.com

Trösch: Wir denken nein. Denn insbesondere in Bezug auf unsere Zukunft fällt unseren Ressourcen eine ganz wichtige Rolle zu. Sie sind zu wichtig, um sie zu horten und zu verschrotten. Ich war selbst über 40 Jahre in der Maschinenbau-Branche tätig und habe verschiedene Krisen miterlebt. Aus allen lässt sich folgende Lehre ziehen: Mit vollen Auftragsbüchern verdient man Geld. Und mit vollen Lagern verliert man es.

Ja, Geldflüsse dürfen weder versiegen noch brachliegen.

Gemke: Genau. Cash is King. Auch auf der Käuferseite, wo man bei uns von Preisvorteilen und sofortiger Verfügbarkeit profitieren kann, gibt es einen wachsenden Kundenkreis. Beispielsweise für die rasche Fertigung eines Prototyps. Nicht zu unterschätzen ist die Heimwerker-Szene. Da man bei uns, nebst einem breiten Teilespektrum, auch ältere, rar gewordene Bauteile findet, stellen wir für die Instandhalter eine interessante Alternative dar. Bis nach Spanien und Südkorea wurde verkauft – trotz teilweise erheblicher Versandkosten zusätzlich.

Trösch: Und das zeigt, dass es ein hohes Nachfragepotential gibt. Wir haben viel an Zeit und Kosten aufgewendet, um alle Artikel auf Deutsch und Englisch suchmaschinengerecht aufzubereiten. Dies geschieht bei uns automatisiert. Und es zahlt sich insofern aus, als dass wir das millionenfache Suchvolumen nach verschiedensten Komponenten sehr zielgerichtet adressieren können und so einen guten Abverkauf erzielen. <<

Zu Industrialboard.com

Auf dem Online-Marktplatz lassen sich unkompliziert pneumatische, hydraulische, mechanische und elektronische Güter kaufen und verkaufen. Auch Online-Shops und Produktkataloge lassen sich dort integrieren.

Mehr darüber erfährt man auf www.industrialboard.com/de/landingpage.

Zu Online-Marktplätzen

Sie sind am «internetgerechtesten», denn sie werden im Google-Ranking bevorzugt, bieten die meiste Transparenz und können die Netzwerkeffekte an ihre Mitglieder weitergeben.Gemeinsam ist man stärker!

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