VDMA
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau hat die Zukunft klar im Blick
19.04.2010 | Redakteur/Autor: Jürgen Schreier
Auch wenn die gigantische Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjalla Europa und den Flugverkehr nach wie voll im Griff hat: über dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau scheinen sich die dunklen Wolken der Rezession mittlerweile zu verziehen. Dieses Fazit zogen VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse und Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Verbandes, auf der Hannover-Messe 2010.
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Auftragsentwicklung muss nachhaltig werden
Allerdings sei man gut beraten, „auf dem Teppich zu bleiben“. Denn wie nachhaltig diese Aufwärtsentwicklung tatsächlich ist, muss sich nach Einschätzung von Hesse erst noch herausstellen. Zu den Unwägbarkeiten, mit denen der deutsche Maschinen- und Ablagenbau weiterhin zu kämpfen habe, gehörten das Auslaufen der Konjunkturprogramme, die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte, die künftige Zinspolitik der Notenbanken, die anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten einschließlich der weltweit erschwerten Kreditvergabe.
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Die Produktion lag in den ersten beiden Monaten des Jahres 11,5% unter Vorjahresniveau, wie der VDMA weiter mitteilte. Im Januar lag die Kapazitätsauslastung bei 72,3%, weit unter dem langjährigen Durchschnitt von 86,4%. Ende Februar beschäftigte die Branche 909000 Mitarbeiter, 12000 weniger als im Dezember. Die Zahl der Kurzarbeiter lag im Dezember bei 171000.
Deutscher Maschinenbau bleibt Exportweltmeister
Auch wenn noch nicht alle Jahreswerte des internationalen Außenhandels 2009 vorliegen, hat sich laut VDMA die Vermutung bestätigt: Anderen ging es auch schlecht. In den USA, Maschinenexporteur Nummer zwei weltweit, betrug der Rückgang der Exporte 19,3% auf 71,3 Mrd. Euro. Selbst China exportierte 16,6% weniger, 53,4 Mrd. Euro. „Damit konnten die Deutschen – trotz einem Minus von 23% – ihren Exportweltmeistertitel mit einem Auslandsumsatz von 110,9 Mrd. Euro erfolgreich verteidigen“, sagte der VDMA Hauptgeschäftsführer.
In China konnten die Deutschen ihre Position sogar mit einem Plus von 4% als zweitgrößter Lieferant leicht ausbauen auf 11,4 Mrd. Euro, wie es heißt. Es folgten die Lieferungen in die USA mit 8,4 Mrd. Euro, Frankreich mit 7,4 Mrd. Euro, Italien mit 4,9 Mrd. und Großbritannien mit 4,8 Mrd. Euro
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