25.08.2010 | Redakteur: Redaktion SMM
Unterschiedliche Exportdynamik Gemäss den Zahlen der Oberzolldirektion entwickelten sich die Warenexporte der einzelnen Subbranchen stark unterschiedlich: Insbesondere im Bereich Metallbau (22,5%) konnten im ersten Halbjahr wesentlich mehr Güter exportiert werden, während im Maschinenbau (1,9%) und bei den Präzisionsinstrumenten (1,5%) die Vorjahresniveaus nur knapp übertroffen werden konnten. Eine verbesserte Marktsituation zeichnete sich in allen Exportregionen ab. So konnten sowohl in die EU (3,2%), in die USA (7,9%) als auch nach Asien (13,0%) mehr Waren geliefert werden. Die Exporte nach Deutschland − Abnehmerin von über einem Viertel der Ausfuhren der MEM-Industrie − erhöhten sich um 6,4 Prozent, während nach China − mit einem Exportanteil von 5,2 Prozent der grösste asiatische Markt − die Warenausfuhren um 25,4 Prozent gesteigert werden konnten. Angesichts der anziehenden Auftragseingänge seit Anfang Jahr rechnen die Unternehmen mit erhöhten Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte. Insbesondere aus den Märkten Deutschland, USA und China werden weitere positive Impulse erwartet. Offen bleibt, wie nachhaltig die gegenwärtige wirtschaftliche Erholung tatsächlich ist, bestehen doch nach wie vor erhebliche Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und bei unseren Mitgliedfirmen. Die Kapazitätsauslastung der Industrie lag im 2. Quartal 2010 bei 79,4 Prozent und damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt von 86 Prozent. Insgesamt verzeichnete die Branche per Ende März 327'896 Vollzeitbeschäftigte, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,1 Prozent entspricht.
Höhere Kostenstrukturen vermeiden Neben der weiterhin unbefriedigenden Geschäftslage machen den Unternehmen vor allem der ausgeprägte Margendruck und weitere Kostensteigerungen zu schaffen. Der hohe Frankenkurs, der sich gegenüber dem Euro seit Anfang Jahr um rund 10 Prozent verteuert hat, führt zu einer wesentlichen Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit und zwingt die hiesigen Unternehmen, mögliche Kostenoptimierungen auszuschöpfen.
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