Rückläufige Umsatzzahlen

Swissmem – Lage der MEM-Industrie bleibt schwierig

29.01.16 | Redakteur: Sergio Caré

Die MEM-Industrie leidet weiter unter starkem Schweizer Franken.
Die MEM-Industrie leidet weiter unter starkem Schweizer Franken. (Bild: Swissmem)

Der starke Schweizer Franken setzt auch im vergangen Quartal die MEM-Industrie unter Druck. Erfreulich entwickelt sich der Güterhandel in die USA. Wegen der Frankenstärke und des Exporteinbruches wird mit Produktionsverlagerungen und Stellenabbau in der MEM-Industrie gerechnet

Die Auftragseingänge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) sanken im dritten Quartal 2015 im Vergleich zur Vorjahresperiode erneut um 12,8 Prozent. Rückläufig sind auch die Umsätze. Sie reduzierten sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 Prozent. Der Abwärtstrend in der MEM-Branche setzt sich damit ein weiteres Quartal fort. Es gibt derzeit kaum Hinweise, dass die Talsohle bereits erreicht ist.

Swissmem geht davon aus, dass sich der durch die massive Überbewertung des Schweizer Frankens ausgelöste, beschleunigte Strukturwandel fortsetzen wird. In den kommenden Monaten dürfte es deshalb zu einem weiteren Stellenabbau in der MEM-Industrie kommen. In den ersten drei Quartalen 2015 sanken die Auftragseingänge in der MEM-Industrie im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 14,1 Prozent.

Mit dem Minus von 12,8 Prozent im dritten Quartal 2015 durchlebte die MEM-Branche bereits das vierte Quartal in Folge mit rückläufigen Bestellungseingängen. Der Index der Auftragseingänge in der MEM-Industrie sank damit auf den zweittiefsten Stand seit 2005. Auch die Umsätze reduzierten sich deutlich. In den ersten drei Quartalen 2015 lagen sie um insgesamt 7,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Von den Umsatzeinbussen sind KMU generell stärker betroffen als Grossunternehmen. Die Kapazitätsauslastung in der MEM-Branche blieb weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt von 86,3 Prozent. Im dritten Quartal 2015 lag sie bei 88,1 Prozent.

Bei der letzten Erhebung durch das KOF im Oktober 2015 reduzierte sie sich leicht auf 87,5 Prozent.

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