AMB 2012 weiterhin im Aufwind

12.03.12 | Redakteur: Anne Richter

Schon ein halbes Jahr vor Messebeginn sind alle Ausstellungsflächen der AMB ausgebucht. (Bild: AMB)
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Schon ein halbes Jahr vor Messebeginn sind alle Ausstellungsflächen der AMB ausgebucht. (Bild: AMB)

>> Ein halbes Jahr vor Messestart der AMB sind bereits sämtliche Flächen der Messe Stuttgart belegt. Mit 65 Ausstellern ist die Schweiz der stärkste ausländische Messebeteiligung. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter mehr als 90 000 Fachbesucher.

Die AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 18. bis 22. September 2012 auf dem Gelände der Messe Stuttgart stattfindet, befindet sich auf Erfolgskurs. Schon heute, ein halbes Jahr vor Messestart, sind praktisch sämtliche Ausstellungsflächen ausgebucht. Die Veranstalter erwarten über 1300 Aussteller, etwa ein Viertel von ihnen aus dem Ausland. Aussteller aus 27 Ländern sind mit dabei.

Auf Platz 1 der Auslandsbeteiligungen liegt traditionell die Schweiz mit 65 angemeldeten Ausstellern, gefolgt von Italien, Spanien und Japan. Aber auch aus Australien, Brasilien, der Russischen Föderation, Korea und den USA sind Aussteller auf der AMB 2012 vertreten. Zu den Ausstellern aus der Schweiz gehören Agathon, Agie Charmilles, Big Kaiser, Extramet, Fraisa, Mikron und Tornos.

Messegelände um zwei Hallen zu klein

Belegt sind alle neun Messehallen und damit insgesamt 105.200 Bruttoquadratmeter Ausstellungsfläche. Einziger Wermutstropfen: das Messegelände ist schon wieder zu klein. «Wir hätten ein bis zwei weitere Standardhallen füllen können, die wir aber leider nicht haben», bedauern Sengül Altuntas und Gunnar Mey, die Projektleiter der AMB. Für die Hallen 4 und 6, wo die Peripherie und Spezialmaschinen untergebracht sind, gibt es lange Wartelisten. In den anderen Bereichen konnte den Ausstellern zum Teil nicht die gewünschte Flächengrösse angeboten werden. «Allen Ausstellern, die sich bis zum offiziellen Anmeldeschluss 30. Juni 2011 angemeldet haben, konnten wir eine Standfläche anbieten, danach wurde es schwierig», müssen die beiden Projektleiter einräumen. Vor dem Hintergrund einer weiterhin hervorragenden Maschinenbaukonjunktur dürften auch die Besucherzahlen noch einmal deutlich über den Rekordzahlen von 2010 (86 000, davon elf Prozent aus dem Ausland) liegen. Zur AMB 2012 werden mehr als 90 000 Fachbesucher erwartet. Damit habe sich die AMB «endgültig zur europäischen Leitmesse für die Werkzeugmaschinen- und Präzisionswerkzeugbranche in den geraden Jahren entwickelt», sind sich Altuntas und Mey sicher.

Problemlöser für die fertigende Industrie

Im Zentrum des AMB-Angebots steht die Zerspantechnik mit den drei Bereichen spanende und abtragende Werkzeugmaschinen sowie Präzisionswerkzeuge. Darum herum gruppieren sich Anbieter aus der Messtechnik und Qualitätssicherung, der Robotik, der Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, dem Softwarebereich und dem Engineering sowie Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Zur leichteren Orientierung der Besucher sind die Bereiche thematisch geordnet. Die Dreh- und Fräsmaschinen sowie Bearbeitungszentren befinden sich in den nebeneinander liegenden Hallen 3, 5, 7 und 9. Die Präzisionswerkzeuge sind in den Hallen 1 und 2 untergebracht, also in direkter Nachbarschaft. Gegenüber den Werkzeugmaschinenhallen sind die Peripherieanbieter zu finden: Software und Engineering, Steuerungen und weitere Ausrüstung bzw. Zubehör in der Halle 4, Säge-, Bohr- und Verzahnmaschinen in der Halle 6 sowie Schleif- und Entgratmaschinen in der Halle 8.

Die AMB richtet sich an alle technischen Entscheider und Produktionsverantwortlichen der Abnehmerbranchen von Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeugen – vom Facharbeiter über die Abteilungsleiterebene bis zum Vorstand und Geschäftsführer. Zentrale Branchen sind der Fahrzeugbau, die Automobil- und Zulieferindustrie, der Maschinenbau, die Eisen , Blech und Metallwaren-Industrie, die Elektroindustrie, der Werkzeug- und Formenbau, die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Medizintechnik und die Hersteller von energieerzeugenden Anlagen sowie weitere klassische Kundenbranchen.

Rahmenprogramm zeigt aktuelle Trends

Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt hervorragend den Messeauftritt der ausstellenden Unternehmen. Dabei arbeitet die AMB mit führenden Verbänden, Forschungsinstituten und Universitäten zusammen, um Informationen mit hoher Relevanz rund um die industrielle Fertigung liefern zu können. Die Fertigung aus Sicht der Wissenschaft zeigt die «Innovationstour Metallbearbeitung – Trends von morgen» des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der Technischen Universität Darmstadt. In geballter Form erfährt der AMB-Besucher, gut strukturiert und auf Wunsch von Fachleuten geführt, alles über die neuesten Zukunftsentwicklungen der Fertigungstechnik.

Nachhaltigkeit ist ein weiteres Thema, das zunehmend Dynamik erfährt. Die «Blue Competence» Initiative des VDMA wird sich und ihre Aktivitäten präsentieren. Neben mehreren Fachverbänden des VDMA und anderen Organisationen des Maschinen-und Anlagenbaus sind der Inititiative mittlerweile125 führende Unternehmen der Branche beigetreten. Die Initiative will Technologien und Verfahren vorantreiben, die den Energieverbrauch senken, Rohstoffe schonen, weniger Emissionen erzeugen oder die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Vor dem Hintergrund des Wandels unserer Energieversorgung steht zudem eine neues Angebot der AMB: Der «Windenergie-Parcours» bündelt die entsprechenden Angebote der Aussteller durch eine gezielte Wegführung zu den relevanten Messeständen.

Gross geschrieben wird auf der AMB auch das Thema Arbeitsschutz. In Halle 5 präsentiert die «Berufsgenossenschaft Holz und Metall» das Thema Sicherheit. Erstmals findet 2012 parallel zur AMB der 8. Konstrukteurstag «Sicherheit + Automation» statt. Die Tagung am 18. September mit begleitender Fachausstellung im ICS, veranstaltet von der Messe Stuttgart, dem Sicherheitsexperten Pilz und der Konradin-Mediengruppe, steht unter dem Motto «Maschinensicherheit praktisch umsetzen! Innovative Technologien und zukunftssichere Applikationen».

Den Nachwuchs begeistern

Ein zunehmend drängenderes Problem ist der schrumpfende Fachkräftenachwuchs, und zwar sowohl der Ingenieure als als auch der Facharbeiter. Steigende Nachfrage nach und Anforderungen an Industriegüter einerseits, die demografische Entwicklung andererseits, führen zu einem Engpass, den die Unternehmen in Deutschland schon zu spüren bekommen. Die «Sonderschau Jugend» präsentiert die gesamte Palette der Berufsbilder in der Werkzeugmaschinenbranche. Und der Berufswettbewerb «Skills Germany» richtet sich speziell an Auszubildende und junge Fachkräfte. Sie ermitteln auf der AMB vom 18. bis 22. September im Bundeswettbewerb nicht nur die besten deutschen Nachwuchsdreher, sondern auch die Teilnehmer für die «World Skills» 2013 in Leipzig. Die Schweizer Teilnehmer werden auf der Swisstech in Basel unter Federführung von Swissmechanic gekürt.

An bereits erfahrene Facharbeiter wendet sich der Wettbewerb «Dreher des Jahres», der seit 2002 unter der Federführung der Fachzeitschrift Fertigung aus dem mi-Verlag durchgeführt wird. Unterstützt wird der Wettbewerb dieses Jahr vom Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller Tornos.

AMB-Auslandstochter für den Wachstumsmarkt China

Neben der «Muttermesse» AMB in Stuttgart, gibt es nun auch eine AMB-China, die vom 15. bis 17. Oktober 2012 in Nanjing veranstaltet wird und die Aussteller dabei unterstützt, wichtige Zukunftsmärkte zu erschliessen. AMB China ist der neue Name der China Machine Tool Exhibition (CMTE 2011) die vom 12. bis 14. Oktober 2011 im Nanjing International Expo Centre ihre Premiere feierte und auf Anhieb erfolgreich gestartet ist. Insgesamt 7752 Besucher aus sieben Ländern und Regionen kamen zur CMTE 2011 und zeigten grosses Interesse am Angebot der 160. <<

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