Beschichtung für Hüftprothesen

 

24.11.2009 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Durch Beschichtung kann die Lebensdauer von Hüftprothesen verlängert werden. Beschichtete Prothesen weisen eine deutlich geringere Verschleissrate auf und aus den Schichten lösen sich eine geringere Anzahl von Metallionen. Beschich-tete Implantate haben damit eine potentielle Lebensdauer von 50 Jahren.


Mit AEPVD beschichteter Femurkopf zur Verwendung in einem Metall-auf-Metall-Implantat.
Ari. Weltweit werden jedes Jahr fast eine Million Hüftgelenk-Prothesen implantiert. Viele von diesen funktionieren einwand-frei. Sie verschaffen ihren Empfängern, meist älteren Patienten, eine erhebliche Schmerzentlastung und eine verbesserte Mobilität. Etwa zwölf Prozent der Implantate fallen jedoch vorzeitig aus und müssen ersetzt werden. Zudem bleiben einer hohen An-zahl jüngerer, aktiverer Patienten die Vor-teile eines Vollimplantates vorenthalten, weil hinsichtlich der Robustheit Bedenken der jetzigen Konstruktion bestehen.

herausforderung: Verschleisspartikel

Ein Problem der modernen Metall-PE-Hüftimplantate ist der relativ hohe Anfall an Verschleisspartikeln, welche während des Gebrauchs entstehen. Dies limitiert die Verwendung dieser Implantate bei jun-gen, aktiven Patienten und kann unter anderem ernsthafte Folgen für die Emp-fänger haben.Metall-auf-Metall-Implantate weisen ein geringeres Volumen an Verschleisspar-tikeln auf. Metallionen, welche durch den Reibeprozess freigesetzt werden, stellen zunehmend eine Belastung dar.Bei Keramikimplantaten entfallen die Probleme hoher Verschleissvolumen. Bei der Freisetzung von Metallionen besteht jedoch das Risiko eines katastrophalen Ausfalls infolge eines Sprödbruchs.Aus diesem Grund wurde nach einer Lösung gesucht, welche die Festigkeit von Metallimplantaten mit der Verschleiss-beständigkeit von Keramikoberflächen kombiniert, ohne dass ein Lösen von Metallionen aus dem zähen CoCrMo- Implantat-Material erfolgen kann.

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