Gleitlacke liegen im Trend

04.12.2009 | Redakteur: Redaktion SMM

Gleitlack sorgt für vollständige Oberflächentrennung und damit für Verschleissschutz.

Der Gleitlack erobert sich immer neue Anwendungen in vielen Bereichen der Technik. Unter Betriebsbedingungen, bei denen normalerweise Mischreibung vorliegt, sorgt er für eine vollständige Oberflächentrennung und damit für Verschleissschutz. Die Hauptvorteile des Gleitlacks sind Sicherheit, Sauberkeit und Hygiene.

Wie bei der viskosen Schmierung kommt es auch bei der Trockenschmierung darauf an, die Oberflächen der Reibpartner zu trennen und damit Reibung und Verschleiss zu reduzieren. Es stehen drei Arten der Trockenschmierung zur Verfügung: Gleitlacke, Compounds und direkt in den Werkstoff inkorporierte Schmierstoffe. Die Betriebsbedingungen eines Bauteils entscheiden, ob die Anforderungen an den Gleitlack erfüllt werden können.

Einsatzgrenzen sind oft zu lange Gleitwege, dies auch in Kombination mit zu rauen Gegenkörpern. Gleitlackbeschichtungen eignen sich für einen sehr weiten Anwendungs- und Temperaturbereich. Es besteht guter Verschleissschutz, Vakuum- und Strahlenbeständigkeit, Korrosionsschutz und es ist eine Schmierung auf Lebensdauer. Mit Gleitlackbeschichtungen werden Stickslip und Passungsrost vermieden.

Aufbau von Gleitlacken

Gleitlacke sind ähnlich aufgebaut wie normale Industrielacke. Sie setzen sich zusammen aus einer Harz- und Binderkombination sowie einer Pigmentierung aus schmierwirksamen Additiven. Zumeist sind es Molybdändisulfid, PTFE und Grafit. Dazu ist ein Lösungsmittel erforderlich, wasserlösliche Gleitlacke lassen sich zudem umweltschonend verarbeiten.

Nach der Aushärtung bildet sich eine dünne, auf dem Untergrund festhaftende, trockene Schmierstoffschicht. Bei der Reibungsbeanspruchung kommt es zu einem schrittweisen Abtrag der Gleitlackschicht. Deren Lebensdauer ist begrenzt und vor allem abhängig von der Verschleissfestigkeit und Elastizität des Bindersystems, aber auch von der Haftfähigkeit auf der Bauteiloberfläche.

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