Giesserei-Industrie: Grosse Einbussen in 2009

 

12.02.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM

 

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Revision statt Investition
„Durch die Finanzkrise wurden sämtliche Investitionsgüterbereiche lahmgelegt, da keine Kredite mehr für grössere Projekte gesprochen und Investitionen in neue Maschinen oder Anlagen zurückgestellt wurden“, schildert Eric von Ballmoos die Situation. E. v. Ballmoos ist Präsident des Giesserei-Verbandes der Schweiz (GVS) und CEO der Benninger Guss AG. Am stärksten betroffen waren Gussteile für den Maschinenbau, insbesondere Werkzeugmaschinenbau sowie auch unerwartet Teilbereiche des Energiesektors und Produktionen für die Transportbranche mit Nutzfahrzeugen und Schiffen (Dieselmotoren). „Anstatt in neue Maschinen zu investieren, wurden bestehende Anlagen zum Beispiel in der Textilbranche einfach nur revidiert“, so von Ballmoos.
Öffentlicher Transport, Medizin und Nahrungsmittel von Rezession wenig betroffen
Von der Rezession wenig betroffen waren dagegen Gussprodukte für die Nahrungsmittelindustrie und den Medizinbereich sowie Fertigungen für den öffentlichen Verkehr. „In diesen Bereichen profitieren wir von der ungebrochen starken Nachfrage, wie beispielsweise nach immer besseren medizinischen Analysegeräten – und im öffentlichen Verkehr von grösseren Staatsaufträgen“, erklärt Marcel Margot, Geschäftsführer von Metalyss. Dies bestätigt auch Georg Vaas, Verwaltungsratspräsident der AMG - Metall Guss AG: „Die Gesundheit des Menschen ist nicht rezessionsabhängig.“
Ebenfalls positiv wirkten sich im Automobilbereich die Abwrackprämie und die Anschaffung von Neuwagen aus. „Mit innovativen Leichtbau- und Strukturgussteilen für noch energiesparendere PKW konnten wir uns Aufträge sichern“, so Alfred Lichtensteiger, Geschäftsführer der DGS Druckguss Systeme.
Fachkräfte weiterhin gesucht
Personell wurde die Krise überwiegend durch Kurzarbeit aufgefangen. Stellenreduktionen betrafen vor allem angelernte Temporärarbeitnehmer in der Produktion. Gut ausgebildete Fachkräfte allerdings sind in der Branche weiterhin gesucht. „Nur mit den Besten kann man der Beste bleiben“, so Markus Schmidhauser, Geschäftsführer der Wolfensberger AG. Demgemäss wurden auch die Investitionen im Ausbildungsbereich nicht zurückgefahren. Derzeit befinden sich rund 80 Lehrlinge in der Ausbildung zum Gussformer und Gusstechnologe. Auch 2010 bieten die Mitgliedsfirmen des GVS wieder neue Ausbildungsplätze an.

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