Polycarbonat schützt Elektronik von Roboter
28.07.2010 | Redakteur/Autor: Redaktion SMM
Für den humanoiden Roboter "Myon" wird das Polykarbonat Makrolon von Bayer Materialscience verwendet. Das glasfaserverstärkte und hochsteife Material soll je nach Ausführung die hochsensible Elektronik des Roboters schützen bzw. sein ästhetisches Aussehen gewährleisten.
![]() | |
|
Polycarbonat-Werkstoffe Makrolon von Bayer Materialscience schützen die empfindliche Elektronik des humanoiden Forschungsroboters Myon und gewährleisten seine ästhetisches Aussehen. Dieser menschenähnliche Roboter ist der weltweit erste seiner Art, bei dem die Körperteile während des Betriebs unter Beibehaltung aller Funktionen komplett abgenommen und wieder angeflanscht werden können. Auf dem International Design Festival DMY und im Wissenschaftskolleg Berlin wurde der Forschungsroboter jetzt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und stiess dabei auf grosses Interesse. Seine Entstehung verdankt das kleine technische Wunderwerk einer engen Zusammenarbeit des Labors für Neurorobotik (NRL) der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Kölner Design-Studio Frackenpohl Poulheim und der Bayer Materialscience AG. Deren Polycarbonat Makrolon erwies sich als idealer Werkstoff bei der Gestaltung der äusseren Verschalung, die gleichermassen für die ästhetische Gestalt des Roboters verantwortlich ist und dessen empfindliches elektronisches Innenleben schützt.
Material für Funktionalität und Ästhetik
"Die ästhetische Gestalt und die Beweglichkeit des Roboters stellten besondere Anforderungen an das verwendete Material, denn dieses darf die Funktionalität nicht beeinträchtigen und muss sich für eine individuelle Formgebung eignen", sagt Dr. Lorenz Kramer, der das Projekt betreut und bei Bayer Materialscience für den Bereich Robotics verantwortlich zeichnet. Bei den Versuchen erwiesen sich das glasfaserverstärkte, hochsteife und flammgeschützt ausgestattete Polycarbonat Makrolon 9425 und das glänzend-transparente Makrolon ET3113 als die Materialien der Wahl.
"Die ästhetische Gestalt und die Beweglichkeit des Roboters stellten besondere Anforderungen an das verwendete Material, denn dieses darf die Funktionalität nicht beeinträchtigen und muss sich für eine individuelle Formgebung eignen", sagt Dr. Lorenz Kramer, der das Projekt betreut und bei Bayer Materialscience für den Bereich Robotics verantwortlich zeichnet. Bei den Versuchen erwiesen sich das glasfaserverstärkte, hochsteife und flammgeschützt ausgestattete Polycarbonat Makrolon 9425 und das glänzend-transparente Makrolon ET3113 als die Materialien der Wahl.
Bei der Verarbeitung mittels Coextrusion werden Schmelzen gleicher oder verschiedener Kunststoffe vor dem Austritt aus der Profildüse zusammengeführt und erstarren im Kalander zu einem Verbund. "Dabei entsteht eine untrennbare Mehrschicht-Verbund-Platte, in der die Eigenschaften der beiden Typen kombiniert vorliegen", erläutert Udo Ahlborn, Polycarbonat-Experte bei Bayer MaterialScience. In einem zweiten Schritt werden zugeschnittene Verbundplatten unter Vakuum tiefgezogen und erhalten dabei ihre endgültige Form. "Die so hergestellten Schalen sehen und fühlen sich glatt an und sind trotzdem extrem robust", so Ahlborn weiter. So dürfte auch im Falle eines Sturzes die Funktionalität des Roboters vollständig erhalten bleiben.
Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild
(1 Bilder)
Pflegeroboter und künstliche Intelligenz
Das Projekt ist nur ein Beispiel für aktuelle Scouting-Aktivitäten im Bereich Robotics, mit denen Bayer Materialscience künftige Trends und Bedürfnisse aufgreift und bis hin zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt. "Ein Haupttreiber der Entwicklungen im Bereich humanoide Roboter ist der demografische Wandel und hier vor allem die schnelle Überalterung der Bevölkerung in vielen Ländern der Welt", erläutert Kramer. "Mobile Serviceroboter können beispielsweise die Betreuung alter Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen übernehmen. In Japan gibt es schon konkrete Beispiele dafür." Weitere Schwerpunkte liegen in der Interaktion von Mensch und künstlicher Intelligenz sowie der Weiterentwicklung im Bereich der Industrieautomatisierung.
Das Projekt ist nur ein Beispiel für aktuelle Scouting-Aktivitäten im Bereich Robotics, mit denen Bayer Materialscience künftige Trends und Bedürfnisse aufgreift und bis hin zu marktfähigen Produkten weiterentwickelt. "Ein Haupttreiber der Entwicklungen im Bereich humanoide Roboter ist der demografische Wandel und hier vor allem die schnelle Überalterung der Bevölkerung in vielen Ländern der Welt", erläutert Kramer. "Mobile Serviceroboter können beispielsweise die Betreuung alter Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen übernehmen. In Japan gibt es schon konkrete Beispiele dafür." Weitere Schwerpunkte liegen in der Interaktion von Mensch und künstlicher Intelligenz sowie der Weiterentwicklung im Bereich der Industrieautomatisierung.
Bayer MaterialScience plant, diese Entwicklung auch auf der K 2010 vom 27. Oktober bis 3. November 2010 in Düsseldorf zu zeigen.
Information
www.bayermaterialscience.de
www.frackenpohl-poulheim.de
www.neurorobotik.de
www.wiko-berlin.de/index.php?id=81&type=98
www.dmy-berlin.com.
www.bayermaterialscience.de
www.frackenpohl-poulheim.de
www.neurorobotik.de
www.wiko-berlin.de/index.php?id=81&type=98
www.dmy-berlin.com.
Kommentare
Kommentar verfassen
Kommentar verfassen
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt.
Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter
www.mycontentfactory.de
.
Model-Based Design und Automatische Codegenerierung
Automatische Codegenerierung reduziert Entwicklungszeiten.
Automatische Codegenerierung reduziert Entwicklungszeiten.
Effizientere Prozesse durch Auswahl des richtigen Greifers
Dieses Video veranschaulicht, die Funktionsweisen eines Parallelgreifers und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für effizientes Greifen in der automatisierten Fertigung.
Dieses Video veranschaulicht, die Funktionsweisen eines Parallelgreifers und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für effizientes Greifen in der automatisierten Fertigung.
In der aktuellen Ausgabe:
Automation und Montagetechnik: Kleinmotoren sorgen für exakten Schnitt
Fertigungsmesstechnik: Messen und Effizienz
Interview: «Wir beobachten eine starke Innovationstätigkeit»
Automation: Motek und Bondexpo recht gut im Rennen
Zulieferindustrie: Automation optimiert Kleinserienfertigungzum Archiv
Geht es auf- oder abwärts. To be, or not to be, that is the question....
Ich bin sehr auf die Version 18 gespannt.
Ist echt eine super Software, wir sind nach dem umstieg von Solidworks absolut z...
Zum Thema Solarenergie sollte nicht unerwähnt bleibe, dass hier bisweilen eigentlicher Sondermüll aufs Dach montiert wird. ...
caf, nichts...
Und die Brunnenhähnen!...
Sie wollen uns etwas mitteilen? Anregungen, Kritik, Lob oder Stories? Dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an die Schweizer MaschinenMarkt-Redaktion.
Copyright © 2010 Vogel Business Media

Home
