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Erste erfolgreiche Durchführung des Wahlmoduls «Handling Systems» Ausbildung: neues Wahlmodul «Handling Systems»

Autor / Redakteur: Martin Werner und Claudia Frey Marti, Swissmechanic / Matthias Böhm

Digitalisierung und Automatisierung, flexible «Handling Systems», «One-Piece-Produktion» und intelligente Produkte – das alles eröffnet neue Chancen für den Hochqualitäts-Produktionsstandort Schweiz.

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Dozent René Baumann mit Studierenden der Klasse Produktionsfachleute 19/20.
Dozent René Baumann mit Studierenden der Klasse Produktionsfachleute 19/20.
(Bild: Swissmechanic)

Um in dieser neuen Arbeitswelt erfolgreich zu sein, braucht es zukunftsfähige Ausbildungen – wie zum Beispiel den neu ausgelegten Ausbildungsgang Produktionsfachmann/-frau und Produktionstechniker/-in HF. Vor diesem Hintergrund fand von Januar bis März 2020 in Luzern zum ersten Mal eine Schulung zum Thema «Handling Systems» statt. Dieses Modul kann im Rahmen des erwähnten HF-Bildungsganges oder als Einzelkurs besucht werden. Was sind die ersten Erfahrungen?

Drei Fragen an René Baumann, Dozent:

SMM: Welche Erfahrungen haben Sie als Dozent mit dem neuen Modul «Handling Systems» gemacht?

René Baumann: Meine Erfahrung zeigt, dass die Studenten sehr überrascht sind, wie schnell und vielfältig die Entwicklung im Handling Systems ist und wie immens wichtig es wird, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, insbesondere mit dem Schritt der industriellen Digitalisierung.

Wie ist das Thema bei den Studierenden angekommen?

R. Baumann: Die Studierenden waren besonders überrascht darüber, wie viele Varianten und Möglichkeiten es bezüglich Handling Systems gibt bzw. wie viele Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten, welche bereits angeboten und erfolgreich umgesetzt werden.

Wie sehen Sie künftige Schulungen?

R. Baumann: Ich finde, dass es besonders für unsere Schweizer KMU-Industrie ein nicht mehr wegzudenkendes Modul ist, da sich die Weiter- und Neuentwicklung der Handlingsysteme enorm beschleunigt hat. Verbunden mit der schnell voranschreitenden Digitalisierung in unseren KMU-­Betrieben ist es notwendig, den Studiengang anzubieten und auszubauen.

Drei Fragen an Christian Stadler, Student:

SMM: Warum haben Sie sich für das Wahlmodul «Handling Systems» entschieden? Welche Erwartungen hatten Sie an die Schulung?

Christian Stadler: Aufgrund meiner Grundausbildung in der Blechbearbeitung und der aktuellen Themen wie Automatisierung, Digitalisierung habe ich mich von diesem Modul angesprochen gefühlt. Für mich war klar die Erwartung, dass mir aktuelle Erkenntnisse, Möglichkeiten und Trends vermittelt werden.

Wie haben Sie das Modul erlebt? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt? Können Sie das Gelernte oder Teile davon in Ihrem Betrieb anwenden?

Ch. Stadler: Das Modul war sehr abwechslungsreich und breit gestaltet. Hervorragend fand ich, dass keine Aufwände gescheut wurden und diverse Fachspezialisten aus der Industrie ihre topaktuellen Erfahrungen und Erkenntnisse 1:1 vermittelten. Meine Wahl war richtig! Mein Horizont wurde erweitert, mir ist bekannt, was es aktuell für Möglichkeiten auf dem Technologiemarkt gibt und wo die Engpässe liegen. Dank diesen Erkenntnissen und dem Wissen konnte ich mich bereits in diversen Automatisierungsprojekten gewinnbringend einbringen und meinen Blick schärfen.

Können Sie das Modul weiterempfehlen? Haben Sie allenfalls Verbesserungsvorschläge?

Ch. Stadler: Für mich war es eines der interessantesten Module, wovon ich in meinem Alltag als Abteilungsleiter am meisten profitieren kann. Aus diesem Grund kann ich das Modul vollumfänglich weiterempfehlen. Verbesserungsvorschläge im Wesentlichen kann ich zum Modul an sich keine aufzeigen. Einzig beim Thema «Montage konzipieren und einrichten» könnte man das Kapitel 3 «Werkzeuge und Einrichtungen» vernachlässigen, da wir alle i. d. R. eine technische Grundausbildung aufweisen können. SMM

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