Digitaler Zwilling: Auf den Kontext kommt es an

18.03.2019

Überall ist zu lesen und hören, dass der digitale Zwilling eine große Zukunft hat. Die Beschreibung dieses Technologie-Konzepts fällt aber mitunter sehr unterschiedlich aus.

Wer sich damit beschäftigt stellt schnell fest: diese Vielstimmigkeit hat Gründe, die zu kennen eigene Investitionsentscheidungen erleichtert.

Nicht in allen Fällen, aber leider immer noch zu oft, wird der Begriff „digitaler Zwilling“ lediglich aus der jeweiligen Anwendung heraus erklärt. Das kann beim Leser bzw. Zuhörer entsprechend zu einem Missverständnis führen.

Um das Thema zu erschließen, hilft es, eine grundlegende Definition heranzuziehen. Danach ist der digitale Zwilling das virtuelle Gegenstück eines Prozesses, eines Produktes oder auch einer Dienstleistung, das die reale und virtuelle Welt verbindet. Die Kopplung von realer und virtueller Welt geschieht dabei durch einen softwaregestützten Datenaustausch. Über diese Verbindung lässt sich der jeweilige Prozess, das Produkt oder die Dienstleistung simulieren, steuern und optimieren.

Digitale Zwillinge sind so unterschiedlich wie reale Zwillinge

Die Begriffsbestimmung macht klar, warum es viele digitale Zwillinge gibt: Das Konzept kann in den unterschiedlichsten Szenarien angewendet werden. Entsprechend ist die Rede vom digitalen Zwilling eines Produkts, einer Fertigungszelle, einer Fabrik oder der Supply Chain.

Folgerichtig kann es den digitalen Zwilling nicht geben – es hängt von dem Anwendungsbereich und konkret vom Anwendungsfall ab, welche Technologien und Methoden jeweils benötigt werden. Die Einführung des digitalen Zwillings funktioniert nicht per Software-Upload.

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