Oberflächentechnik Der perfekte Schliff

Redakteur: Luca Meister

Ob Gebäudefassade, Geräteabdeckung oder optisch ansprechendes Gehäuse von Elektronikprodukten: Oberflächen und Kanten von Blechteilen müssen heute prozesssicher und in hoher Qualität bearbeitet werden. Die Hans Weber Maschinenfabrik bietet das entsprechende Equipment für viele Arten der Oberflächenbearbeitung.

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Weber hat die CBF-Technik entwickelt, um hohe Qualitätsansprüche zu erfüllen. Ein Schleifbalken regelt die Eingriffslänge der Schleifkörner und erzielt Top-Ergebnisse.
Weber hat die CBF-Technik entwickelt, um hohe Qualitätsansprüche zu erfüllen. Ein Schleifbalken regelt die Eingriffslänge der Schleifkörner und erzielt Top-Ergebnisse.
(Bild: Hans Weber Maschinenfabrik)

Die Schleiftechnik übernimmt die Schlüsselrolle, wenn es um Top-Oberflächen geht. Sie macht aus scharfen und rauen Bauteilen alltagstaugliche Gebrauchsgegenstände. Die Oberflächen verschiedener Materialien spielen heute eine wichtige Rolle. Sie überzeugen durch Optik und Haptik und können Kaufentscheidungen beeinflussen. Dies gilt auch für geschnittene und geschliffene Bleche, die im Alltag weit verbreitet sind – an Fassaden, Aufzügen, Roll­treppen oder im privaten Bereich. Erst die Entwicklung moderner Maschinentechnik hat die geforderte Qualität und damit die breite Verwendung solcher Teile ermöglicht. Vor allem an die Schleiftechnik sind hohe Anforderungen gestellt. Für die Kantenbearbeitung oder das Entgraten sind definierte Merkmale hinsichtlich Kantenbrechen, -verrundung und Radiusbearbeitung dauerhaft zu realisieren. Für die Qualität der Oberfläche sind Rautiefe, Strichlänge, Geradlinigkeit des Schliffbilds und Schattenfreiheit die entscheidenden Faktoren. Schleif- und Entgratmaschinen müssen heute technisch in der Lage sein, diese Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen.

Oberflächen müssen schön sein

Die Hans Weber Maschinenfabrik aus dem deutschen Kronach bietet hierfür eine Vielzahl unterschiedlicher Bearbeitungsmöglichkeiten. «Während beim Entgraten mit der klassischen Schleifwalze mit Endlosbreitband gearbeitet wird, kommen für das Verrunden und Radiusschleifen die von Weber entwickelten und patentierten Planetenkopfsysteme zum Einsatz», schildert Geschäftsführer Georg Weber. Rotierende Topfbürsten, die gruppenweise auf einer Kreisbahn geführt werden, bearbeiten hierbei die Kanten. Die Gruppen sind nebeneinander ein- oder zweireihig angeordnet und verrunden somit alle Kanten gleichmässig. Soll ein Radius geschliffen werden, kommt der Planetenkopf mit dem Multi­rotations-Bürstsystem «MRB» zum Einsatz. Bei dieser Lösung sind jeweils zwei Rundbürsten auf einem rotierenden Träger gelagert. Entsprechend der Arbeitsbreite befinden sind mehrere Träger nebeneinander, die sich im Wirk-Kreis deutlich überschneiden. Das Bearbeitungsergebnis ist dadurch an allen Kanten absolut gleichmässig.

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Der grosse Vorteil dieser Weber-Techniken ist die relativ geringe Einbaulänge. Deswegen lassen sich mehrere Bearbeitungseinheiten wie Schleifwalzen, Planetenkopf und MRB problemlos in einem kompakten Maschinenständer anordnen. Diese Techniken sind in beliebig grossen Arbeitsbreiten einsetzbar. Neben der Kantenbearbeitung ist freilich auch die Erzeugung der optisch ansprechenden Oberfläche gefordert. Üblicherweise werden hier Schleifbänder mit Schleifwalzen verwendet. Allerdings erzeugen Schleifbänder systembedingt Oszillationsspuren, die die Qualität mindern. Die klassische Lösung, wie beim Tafelblechschliff durch Hochsetzen der Vorschubgeschwindigkeit die Spuren so zu gestalten, dass sie nicht mehr stören, funktioniert jedoch nicht in Kombination mit Verrundungssystemen. Für starke Rundungen sind relativ langsame Vorschubgeschwindigkeiten notwendig. Weber hat hierfür eine spezielle Bandsteuerung entwickelt, die ein absolut geradliniges Schliffbild auch bei geringen Vorschubgeschwindigkeiten erzeugt. Damit lassen sich perfekt gerundete Teile in einer dem Tafelblechschliff vergleichbaren Optik herstellen.

Perfektes Schliffbild für das Auto

Weitergehende Anforderungen an die Oberflächentechnik kommen aus den Designbüros der Auto­mobil­hersteller. In diesem Sektor sind zusätzlich variierende Strichlängen des Schliffbildes für das perfekte Aussehen der Karosserien gefragt. Um diese hohen Qualitätsansprüche zu erfüllen, hat Weber die (patentierte) «CBF»-Technik entwickelt. Hier kommt ein Schleifbalken zum Einsatz, bei dem ein innen angeordnetes und quer zum Schleifband laufendes Lamellenband die Eingriffslänge der einzelnen Schleifkörner regelt. Durch Ändern der Lamellen­bandparameter können Anwender unterschiedliche Schnittlängen einstellen. Die für das zu bearbeitende Material idealen Zerspanungsparameter werden beibehalten. Auf diese Art entsteht ein High-End-Schliff mit sehr hoher Oberflächen­qualität.

Die verschiedenen Techniken, die Weber entwickelt hat, kommen heute in einer Vielzahl von Anwendungen zu Einsatz. Und die Entwicklung in der Oberflächentechnik geht weiter. «Durch die grosse Erfahrung in der Bearbeitung verschiedener Werkstoffe ergeben sich immer wieder neue Ansätze bei wechselnden Aufgabenstellungen», begeistert sich Georg Weber. -mei- SMM

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