Monitoring-Lösungen für Sicherheitsbremsen Die Bremse immer im Blick

Redakteur: Silvano Böni

Das Monitoring von elektromagnetischen Sicherheitsbremsen rückt aktuell immer mehr in den Fokus. Mit dem intelligenten Bremsenansteuermodul Roba-brake-checker von Mayr Antriebstechnik wird das noch leichter. Damit können Bremsen nicht nur bestromt, sondern auch sensorlos überwacht werden.

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(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Mit der zunehmenden Vernetzung von Menschen, Prozessen und Maschinen steigen auch die Anforderungen an die einzelnen Komponenten eines Antriebstrangs. Mayr Antriebstechnik stellt sich deshalb den aktuellen Herausforderungen der Industrie 4.0 und hat schon heute intelligente Produkte im Programm, die mit den übergeordneten Steuerungen kommunizieren können. Zu den neuesten Entwicklungen zählt dabei das intelligente Bremsenansteuermodul Roba-brake-checker, das Sicherheitsbremsen nicht nur bestromen, sondern auch sensorlos überwachen kann. Es erkennt den Schaltzustand des Aktors sowie Verschleiss der Bremsbeläge und detektiert damit sicherheitskritische Zustände vor ihrem Eintritt. Mögliche Veränderungen beim Bremsmoment können somit sofort erfasst und Gegenmassnahmen eingeleitet werden – für höchste Funktions- und Betriebssicherheit.

Mehr Leistung, weniger Aufwand

Das Modul Roba-brake-checker dient dazu, Sicherheitsbremsen mit Leistungsabsenkung zu betreiben und gleichzeitig ihren Schaltzustand zu überwachen. Es ist für eine Eingangsspannung von 24 oder 48 V Gleichspannung vorgesehen und kann Bremsen mit einem Spulennennstrom von 10 beziehungsweise 5 A ansteuern. Im Vergleich zu den bisherigen Schnellschaltgleichrichtern zeichnet sich das Modul neben der höheren Leistung zudem durch einen grösseren Eingangsspannungsbereich von 18 bis 30 VDC beziehungsweise 42 bis 54 VDC und eine geregelte Ausgangsspannung bei Absenkung aus. Ausserdem ist eine höhere Takthäufigkeit möglich. Das Modul Roba-brake-checker erkennt zuverlässig, wenn die Bremse ihren Zustand ändert, also ob die Ankerscheibe angezogen oder abgefallen ist. Den jeweiligen Schaltzustand der Bremse gibt das Modul über einen Signalausgang aus. Mit dem Roba-brake-checker kann also der Schaltzustand von Federdruckbremsen in Maschinen und Anlagen auch ohne sonst übliche Mikroschalter oder Näherungsinitiatoren erfasst werden.

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Das Modul arbeitet ohne mechanische Kontakte mit hoher Zuverlässigkeit und verschleissfrei, unabhängig von der Takthäufigkeit und -anzahl. Die zusätzliche Verkabelung und eventuelle Abdichtung der Schalter und Initiatoren entfällt somit ebenfalls. Ausserdem ist es mit der sensorlosen Zustandsüberwachung möglich, wahlweise die Übererregungszeit automatisch anzupassen. So regelt eine integrierte Automatik nach einer bremsenspezifischen Übererregungszeit auf die eingestellte Absenkspannung. Mit einem DIP-Schalter kann die Automatik abgeschaltet und manuell auf bestimmte, vorgegebene Werte eingestellt werden.

Fehler erkennen, bevor sie passieren

Durch den Vergleich von Anzugsstrom und Haltestrom kann das Modul auf eine mögliche Verschleissreserve und Leitungsbruch schliessen oder gegebenenfalls unzulässige Erwärmung erkennen. Dadurch detektiert es sicherheitskritische Zustände und Fehler vor ihrem Eintritt und gewährleistet so höchste Betriebssicherheit für Maschinen und Anlagen. Das Überwachungsmodul ist flexibel für ein breites Roba-stop-Bremsenspektrum einsetzbar und lässt sich einfach und schnell, auch in bereits bestehende Systeme, einfügen. Mit seinen kompakten Abmessungen von 30 x 69 x 73,6 mm kann es problemlos in Schaltschränke integriert werden.

Bewegungen intelligent bremsen

Für Anwendungen, die zusätzlich zur Zustandsüberwachung auch eine Bremsmomentregelung erfordern, bietet Mayr Antriebstechnik das Bremsmoment-Steuermodul Roba-torqcontrol. Es teilt die Eigenschaften des Roba-brake-checker und kann darüber hinaus durch gezielte Beeinflussung von Strom und Spannung die Höhe des Bremsmoments im Betrieb verändern. Geräte und Maschinen lassen sich so gleichmässig und sanft verzögern. Das Modul Roba-torqcontrol bietet die Möglichkeit, Regelkreise aufzubauen und Bewegungen intelligent zu bremsen – ideale Voraussetzungen für den Einsatz in der smarten, vernetzten Maschine. <<

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