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Kennametal: digitalisierte Feinbohrwerkzeuge Digital justieren, genau und zuverlässig

Redakteur: Konrad Mücke

Einfach und dabei hochgenau lassen sich die Feinbohrwerkzeuge eBore von Kennametal einstellen. Dazu wird eine digitale Anzeige an die Bohrköpfe angesteckt. Das sorgt bei kurzen Rüstzeiten für effizientes, wiederholgenaues Bohren auf exakte Durchmesser.

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Modulares System: Bohrstange mit Schneiden, Feinbohrkopf mit Spindel­adapter und ansteckbares Display.
Modulares System: Bohrstange mit Schneiden, Feinbohrkopf mit Spindel­adapter und ansteckbares Display.
(Bild: Kennametal)

Das Feinbohrsystem eBore steht für 6 bis 1020 mm im Durchmesser messende Bohrungen zur Verfügung. Dank der digitalen Anzeige können Bediener die Durchmesser sehr einfach und zuverlässig hochgenau einstellen. Das vermeidet kostenintensive Fehler und Ausschuss und sorgt somit für höchste Prozesssicherheit.

Sicher und einfach zu bedienen

«Bei vielen Werkstücken ist das Feinbohren der letzte Bearbeitungsschritt. Ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass das bearbeitete Bauteil zu Ausschuss wird. Mit dem Feinbohrsystem eBore ist Schluss mit dem bislang üblichen Striche-Zählen beim Einstellen des Feinbohrwerkzeugs. Dadurch können kostspielige Fehler vermieden werden», erklärt Marcus Paul, Global Product Manager. «Wir haben festgestellt, dass das neue Feinbohrsystem dank seiner Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit bei den Anwendern gut ankommt. Und da ein und dieselbe Digitalanzeige für mehrere Werkzeugtypen auf unterschiedlichen Maschinen verwendet werden kann, sinken auch die Werkzeugkosten.»

Mit dem digitalen Feinbohrsystem von Kennametal wird das Einbringen eng tolerierter Bohrungen deutlich vereinfacht. Denn bei diesen Werk­zeugen muss nicht mehr umständlich mitgezählt werden, wie weit die Einstellschraube gedreht wurde. Die neuen Werkzeuge können auf 2 µm genau eingestellt werden. Anhand einer gegen Späne und Kühlmittel unempfindlichen Glasskala kann die Einstellung der Bohrstange exakt nachverfolgt werden.

Rüstzeiten minimiert

Dazu muss der Bediener lediglich das Digitaldisplay einrasten und den Bohrkopf mit der Einstellschraube justieren. Dabei verbleiben die Bohrköpfe in der Maschinenspindel. Da die Feststellschraube nicht mehr von Hand festgezogen werden muss, muss man sich auch keine Gedanken mehr darüber machen, dass der Werkzeugkopf eventuell durch zu festes Anziehen überdreht wurde. Testschnitte und das schrittweise Herantasten entfallen. Dadurch werden Ausschuss und Stillstandzeiten reduziert, das Einrichten geht viel schneller. Nach 30 Sekunden schaltet sich das Gerät automatisch ab. Dadurch können mit einer Batterie mehr als 5000 Einstellungen vorgenommen werden. Und falls der Bediener vergessen sollte, die Digitalanzeige vor dem Einschalten der Spindel vom Bohrkopf zu entfernen, gibt sie ein Kugel- und Federklemmmechanismus bei 500 min-1 Drehzahl frei. Das vermeidet Verletzungen.

Zahlreiche Varianten

Im Feinbohrsystem gibt es mehrere Konfigurationen und einen grossen Durchmesser- und Bohrtiefenbereich. Das System steht aktuell in vier Ausführungen zur Verfügung. Diese haben allesamt eine innere Kühlmittelzufuhr. Die Variante Universal ist für 6 bis 152 mm Bohrdurchmesser ausgelegt. Das Feinbohrsystem eignet sich für 20 bis 205 mm Durchmesser. Zum Schlichten 200 bis 1020 mm im Durchmesser messender Bohrungen stehen Brückenwerkzeuge zur Verfügung. Zum Schruppen dagegen ist die Ausführung Twin Cutter für Bohrungen mit 19,5 bis 1020 mm Durchmesser konzipiert. Das digital einstellbare Werkzeugsystem eBore wird in Standardausführung mit dem Schnellwechselsystem KM ausgeführt. Es kann problemlos an Spindeln mit Aufnahmen HSK, PSC, KM4X und Steilkegel adaptiert werden. - kmu SMM

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