Drehen, fräsen, bohren, schleifen - Werkzeuge auf der EMO Hannover 2017

Drehen, fräsen, bohren, schleifen - Vielfältige Materialien sicher zerspane

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Der Monster Mill PCR UNI von WNT kombiniert drei Werkzeuge in einem und ermöglicht mit vier Schneiden Zahnvorschübe von bis zu 0,137 mm/U.
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Der Monster Mill PCR UNI von WNT kombiniert drei Werkzeuge in einem und ermöglicht mit vier Schneiden Zahnvorschübe von bis zu 0,137 mm/U. (Bild: WNT)

Für die Bearbeitung unterschiedlichster Materialien entwickeln Werkzeughersteller die verschiedensten Werkzeuge. Durch neue Schneidgeometrien und Beschichtungen wird der Zerspanungsvorgang schneller und effizienter.

Drehen, fräsen, bohren, schleifen – Zerspanungsaufgaben sind vielfältig. Ebenso die dazu benötigten Werkzeuge. Auf der EMO Hannover 2017 zeigen zahlreiche Werkzeughersteller ihr Portfolio und stellen auch einige Neuerungen vor.

Mapal wird beispielsweise sein Programm an dreischneidigen Bohrern erweitern. Neu hinzu kommt mit dem Tritan-Drill-Steel ein Bohrer speziell für die Bearbeitung von Stahl. Bisher kamen für die Bearbeitung von Stahl meist zweischneidige Bohrer mit flacher Querschneide im Zentrum zum Einsatz. Das stellte Anwender vor die Herausforderung, dass die geforderte Rundheit und Zylinderform der Bohrung durch eine Pendelbewegung entlang dieser Querschneide nicht garantiert werden konnte. Mapal löste das Problem durch drei einzelne Querschneidensegmente, durch die der Bohrer sicher zentriert wird und Pendelbewegungen verhindert werden.

Zudem wurde die Hauptschneidenform überarbeitet: Stabile Schneidecken reduzieren die Belastungen der Schneiden und eine neue Beschichtung speziell für die Stahlbearbeitung wurde aufgebracht. Mit dem Tritan-Drill-Steel sind beispielsweise Querbohrungen oder ein schräges Anbohren bis 12° möglich. Er wird mit Innenkühlung und der Schaftform HA mit Durchmessern von 4 bis 20 mm und in den Längen 3 × D, 5 × D, 8 × D und 12 × D verfügbar sein.

Aus drei mach eins

Ein Werkzeug für drei Bearbeitungen bringt WNT auf den Markt. Der Monster Mill PCR UNI ermöglicht mit seinen vier Schneiden das Rampen mit hohen Winkeln, das Nutfräsen sowie das seitliche Besäumen bei Zahnvorschüben bis 0,137 mm/U. Die Kerngeometrie wurde so ausgelegt, dass sowohl beim Tauchen als auch beim Bohren der Span gebrochen wird. Wendelungen sorgen für einen Abtransport der Späne. Kozipiert wurde das Werkzeug für die Bearbeitung von Stahl, rostfreien Stählen und Eisenguss.

Ebenfalls aus drei eins gemacht hat Lach Diamant. Das Unternehmen entwickelte für eine effektivere Bearbeitung von Bohrlöchern den PKD-Spiralbohrer Type PS, welcher sich besonders für die Composite-, Grünlings- und Graphitbearbeitung eignet. Der vollspiralisierte Bohrer reduziert drei Arbeitsgänge, nämlich Pilotieren, Aufbohren und Reiben, auf einen Schritt und minimiert somit die Bearbeitungszeit um bis zu 75 %. Der PKD-Spiralbohrer mit Spitzenwinkel von 70 bis 180° ist wahlweise mit Doppelkegel- oder Stufenanschliff lieferbar. Als Standard sind die Werkzeuge mit doppelter Führungsfase für Bohrungsqualitäten bis h6 mit den Durchmessern 2,0 bis 12 mm lieferbar.

Speziell für Verbundwerkstoffe

Speziell für das Fräsen und Nutfräsen von carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) und glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) entwickelte Sandvik Coromant die Schaftfräser Coro Mill Plura. Vor allem bei grossem radialen Einsatz und bei voller Schnitttiefe werden die neuen Schaftfräser genutzt. So wurden die Drallwinkel abestimmt, um ideale Schärfe und Schneidkantenstabilität zu gewährleisten. Längere Standzeiten, hohe Oberflächenqualität sowie eine hochwertige Schneid- und Schlitzbearbeitung sind das Ergebnis.

Insgesamt umfasst die Coro Mill-Plura-Serie drei Fräser: einen Kompressionsfräser, einen Schaftfräser und einen Vielzahn-Schaftfräser.

Der Kompressionsfräser mit einer doppelten 40°-Helix wurde für die Bearbeitung von CFK-Werkstücken mit gewebten Glasschichten auf beiden Seiten konzipiert. Die Schaftfräser für glatte und gratfreie Schlichtdurchgänge bei CFK-Werkstücken wurden mit einer speziellen Beschichtung versehen, welche hohe Vorschübe und einen Hitzeschutz garantiert. Die Vielzahn-Schaftfräser ermöglichen wiederum mit ihrer weiten Spankanalform sehr hohe Zerspanungsraten. Alle drei Fräservarianten können mit oder ohne Kühlmittel genutzt werden.

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