Biglia-Doppelspindler mit schnellem LR Mate automatisiert

Fertigung nur mit Auftrag

| Redakteur: Silvano Böni

Schlanke Produktion

Eine Standort-Diskussion gibt es bei Seitz nicht, heute weniger denn je. Im Gegenteil. Seitz hat sich entschieden, die Fertigungstiefe noch zu erhöhen. Entsprechende Investitionen werden getätigt, wobei Camenisch betont: «Die Sicherung des Standortes ist ja ein permanenter Prozess, wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen.»

Man spürt im Gespräch, dass er zufrieden mit dem Erreichten ist, jedoch nur als Zwischenergebnis. Schon 2011 hat die Eugen Seitz AG den erstmals ausgeschriebenen «Swiss Lean Award» bekommen, eine nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen im Lean Management. «Wir sehen hinsichtlich Lean Production noch ein grosses Feld, auf dem wir permanent arbeiten.» Die autonome Laufzeit der neuen Fertigungsinsel sei gut, «nein, sehr gut», ergänzt der Fertigungsleiter. In einem nächsten Schritt werde man sicher die Materialführung des gesamten Prozesses weiter optimieren.

Die Biglia-Maschine arbeitet zusammen mit einem FANUC-Roboter und dem Palettenturm als Insel, ist also an keine weitere Fertigungsstation bei Seitz angebunden. Auch zusätzliche Arbeitsschritte sind derzeit nicht vorgesehen. Eine Entgratstation ist konzeptionell vorgesehen, allerdings mit dem jetzigen Fertigungsprogramm nicht erforderlich und daher auch nicht aktiviert. «Wir entwickeln ja immer neue Produkte und können bei Bedarf eine solche Station ohne grossen Aufwand realisieren», sagt Seitz. Eine Abziehoperation mit dem Roboter wäre schnell integriert. «Wir wollten die Zelle so ausstatten, dass wir nicht wegen einer kleinen Sache den ganzen Ablauf umstellen müssen.»

Als Speicher und zur Materialversorgung dient ein Palettenturm, eine Entwicklung, die Robofact nach den Kriterien zuverlässige, autonome Beschickung sowie minimale Stellfläche bei maximaler Raumausnutzung entwickelt hat. Es handelt sich um ein doppelseitiges Magazinsystem, bei dem sich in der Mitte ein Lift mit beidseitigem Teleskoparm befindet. Damit werden die Paletten mit Rohteilen in die Übergabestation für den Roboter bereitgestellt. Die Übergabestation hat zwei Palettenplätze, damit alternierend gearbeitet werden kann. Egli zu der Robofact-Konstruktion: «So gibt es keinen Stillstand, wenn die Palette getauscht wird.»

Ganz wichtig für den autonomen Betrieb sind die Behälter und Werkstückträger. Camenisch: «Das muss im Wortsinn handlich sein.» So ist die Materialführung über den gesamten Prozess klar definiert. Kleine Boxen dienen sowohl der Zufuhr der Rohlinge als auch der Aufnahme der Fertigteile bis einschliesslich zur Montage. Der Materialfluss ist sehr direkt und Ziel ist es, keinen Weg doppelt zu fahren.

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