Microstep: Plasma- und Brennschneiden Flexibler mit kombinierter Schneidanlage

Autor / Redakteur: Erich Wörishofer / Konrad Mücke

Der Lohnfertiger Wenning Metall investierte im Jahr 2020 in eine Plasma-Autogenschneidanlage. Inzwischen arbeitet er deutlich flexibler und kann Aufträge kurzfristig bearbeiten. Er beendete mit seiner Investition den Umstand, auf Zulieferer und Dienstleister warten zu müssen.

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Flexibel: Dicke Bleche schneidet die CNC-Schneidmaschine mit dem integrierten Autogenbrenner.
Flexibel: Dicke Bleche schneidet die CNC-Schneidmaschine mit dem integrierten Autogenbrenner.
(Bild: Microstep)

Beim Familienunternehmen Wenning Metall ist Geschwindigkeit elementar. Das im Jahr 1996 von Franz Wenning gegründete Familienunternehmen in Erbendorf (Oberpfalz) bearbeitet als Lohnfertiger auf mehr als 4000 m2 Produktionsfläche Bauteile nach Muster und Zeichnung als Prototypen, Einzelstücke und in kleinen bis mittleren Serien. Viele Jahre setzte der Lohnfertiger aus der Oberpfalz auf externe Partner im Bereich Zuschnitt und musste unangenehme Wartezeiten in Kauf nehmen. Ein Ärgernis, das seit März 2020 der Vergangenheit angehört. Seitdem erfolgt der Zuschnitt dank einer Investition in eine Plasma-Brennschneidanlage von MicroStep im eigenen Unternehmen. «Mit der Anlage sind wir flexibler und schneller», sagt Tobias Wenning, Technischer Leiter.

Kurzfristig agieren

Kommen Aufträge zum Fertigen kundenspezifischer Bauteile, muss der Lohnfertiger rasch handeln. «Unser Kundenkreis geht von der Automobilindustrie bis hin zum Maschinenbau. Einfach alles, wo Metall dabei ist», sagt Tobias Wenning. Schnelligkeit und Präzision haben beim Lohnfertiger Priorität. Dafür ist das Unternehmen mit einem umfangreichen Maschinenpark bestens gerüstet. «Unsere Stärke ist, dass wir flexibel sind und alles aus einer Hand anbieten können. Wir können Brennschneiden, Strahlen, Fräsen, Drehen und Lackieren. Wir müssen nichts mehr auswärts geben», läutert Tobias Wenning.

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Universelle Schneidanlage

Eine Lücke im Maschinenpark schloss der inhabergeführte Familienbetrieb im März 2020. Seitdem verrichtet eine Plasma-Autogenbrennschneid­anlage von MicroStep ihre Dienste im Bereich Zuschnitt. Beim Lohnfertiger werden Einzelstücke und kleine Serien bis etwa 100 gleiche Bauteile geschnitten. Zuvor setzte Wenning Metall dabei auf externe Partner. «Wir mussten mindestens zwei Wochen warten, bis wir Bauteile bekommen haben. Das war meistens zu lange. Das umgehen wir jetzt und sind in zwei Tagen fertig. Durch die Anlage bin ich jetzt flexibler und schneller», erklärt Tobias Wenning.

Über zwei Jahre nahm sich der Lohnfertiger Zeit, um die richtige Schneidlösung zu wählen. Er verglich Anlagen unterschiedlicher Hersteller. «Unser vormaliger Lohnschneider hatte auch eine Anlage von Microstep. Das gesamte System hat mir gleich gefallen», sagt dazu Tobias Wenning. Letztlich entschied er sich für eine CNC-Schneidmaschine der Baureihe MasterCut mit Technologien zum Plasma- und Autogen-Brennschneiden. Auf ihr kann der Lohnfertiger bis 6000 x 3000 mm messende Bleche schneiden.

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Dünne und mitteldicke, 5 bis 25 mm dicke Bleche schneidet er vorteilhaft mit dem Plasmabrenner sehr exakt auch bei kleinen Geometrien. Als Plasmastromquelle dient eine HiFocus 161i neo von Kjellberg. Bis 150 mm dicke Bleche und Blöcke schneidet die Anlage mit einem Autogenbrenner. Um den Staub und Rauch abzusaugen, ist die Brennschneidmaschine mit einer Filteranlage Donaldson DFPRO 8 Cyclopeel mit 11 kW Nennleistung ausgestattet. SMM

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